Dorner rügt Bachinger

Fehlermeldesystem der Ärztekammer international erprobt - Patientenanwalt zu korrektem Umgangston aufgefordert

Wien (OTS) - Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Walter Dorner, rügt Patientenanwalt Gerald Bachinger und fordert ihn zu einem angemessenen und korrekten Umgangston mit Österreichs Ärztinnen und Ärzten auf. Bachinger hatte in einem "Presse"-Interview behauptet, es sei "absurd", dass Ärzte "als bisherige Leugner und Schönfärber" ein Qualitätsmanagementsystem in der Medizin betreiben wollen. "Diese Aussage ist von Stil und Inhalt inakzeptabel. Hier hat sich der Patientenanwalt im Ton vergriffen. Dass er in der Sache oftmals nicht richtig liegt, ist ja bereits bekannt", so der Ärztepräsident Mittwoch in einer ersten Reaktion.

Das von der Ärztekammer österreichweit geplante Fehlermanagement-System sei international bestens erprobt und werde auch im Ausland von den Ärzten organisiert. Dorner wirft Bachinger vor, "mit jeder Äußerung Vorurteile zu signalisieren, die eine sachliche und objektive Problemlösung sehr erschweren". Es sei keineswegs im Sinne einer zivilisierten Gesprächskultur, Ärzte mit rufschädigenden Äußerungen anzugreifen. Dorner: "Bedauerlicher Weise haben wir die Erfahrung gemacht, dass Bachinger viel ankündigt, in der Umsetzung aber vieles vermissen lässt." Wenn nun die ÖÄK nach jahrelanger interner Arbeit unmittelbar vor der Einrichtung eines flächendeckenden Systems zur Qualitätssicherung stehe, dann müsse das auch für den Patientenanwalt eine begrüßenswerte Initiative sein. "Stattdessen ergeht er sich in Tiraden der Missgunst."

Der Ärztepräsident wies auch auf ein "schweres Versäumnis" des niederösterreichischen Patientenanwaltes hin, sich besser um die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes in den Krankenanstalten zu kümmern. Da versage er völlig, denn nach wie vor gebe es erhebliche Übertretungen, besonders in den niederösterreichischen Spitälern.

Einer Meinung ist Dorner mit dem Patientenanwalt, wonach Ärzte gegenwärtig viel zu oft vom Strafrecht bedroht würden, was das Aufzeigen von Fehlern erschwere.

Dorner forderte Bachinger abschließend zu einem "angemessenen und korrekten Umgang auf, denn die von Bachinger angeschlagenen Töne verpesten das Klima und sind eines Sprechers der Patientenanwälte unwürdig und auch nicht repräsentativ".

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