Steinhauser: Rechter Marsch auf Wien von Polizei geduldet, Gegendemo untersagt

Grüne fordern von Wiener Polizeichef Platzverbot vor eigenem Parlamentsklub

Wien (OTS) - Der Versuch, Kundgebungen der Grünen gegen den von Rechtsextremisten ausgerufenen `Marsch auf Wien´, anzumelden, wurde heute von der Polizei mit Demonstrationsverboten vereitelt. Die lapidare Begründung: die anderen waren schneller.
Während die Route der Erstanmelder, also der "Bürgerinitiative Dammstraße gegen die Errichtung von Moscheen im Wohngebiet" ungehindert am Sitz des Grünen Parlamentsklubs vorbei führt, dürfen die Grünen nicht einmal vor dem eigenen Büro protestieren. Vor der SPÖ-Zentrale in der Löwelstraße wurde indes ein 'Platzverbot' ausgesprochen.
Die Anrainerinitiative marschiert morgen, Donnerstag, mit Unterstützung der FPÖ und mehrerer Neo-Nazi-Homepages unter dem Slogan "Moschee Ade" unbehelligt durch Wien. Auch FPÖ-Obmann Strache will an diesem Zug - offenkundig wieder einmal gemeinsam mit deklarierten Neo-Nazis - teilnehmen.

Albert Steinhauser, Justizsprecher der Grünen, ist empört: "Es kann doch nicht sein, dass Rechtsextremisten unbehelligt rassistische Parolen verbreiten dürfen, während die Grünen nicht einmal vor ihren eigenen Büros gegen den Rassismus der Hassprediger demonstrieren dürfen. Das Mindeste ist doch, dass auch die Grünen entsprechend der SPÖ vor dem rassistischen Mob durch ein Platzverbot geschützt werden."

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