Spindelegger: Othmar Karas hat seine Wertvorstellungen in all seine Funktionen einfließen lassen

Kardinal-Opilio-Rossi-Medaille 2009 gestern an Othmar Karas verliehen

Wien (ÖVP-PK) - Der Vizepräsident der EVP-ED-Fraktion und Obmann des ÖVP-Europaklubs im Europaparlament, MEP Mag. Othmar Karas, M.B.L., ist gestern, Dienstagabend, im Parlament mit der diesjährigen "Kardinal-Opilio-Rossi-Medaille" ausgezeichnet worden. Die Medaille wird von der "Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände" (AKV) in Erinnerung an Kardinal Rossi vergeben. Rossi war von 1961 bis 1976 Apostolischer Nuntius in Österreich. ÖVP-Klubobmann-Stellvertreter Werner Amon begrüßte namens des verhinderten Klubobmanns Karlheinz Kopf die zahlreichen Festgäste dieser Veranstaltung, zu der der ÖVP-Parlamentsklub und die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände Österreichs (AKV) ins Abgeordneten-Sprechzimmer des Parlaments geladen hatten. ****

Es sei eine "glückliche Fügung", dass er, Amon, heute die Aufgabe der Begrüßungsworte übernehmen durfte, weil ihn seit vielen Jahren sehr viel mit Othmar Karas verbinde. Dieser sei auch nicht ganz unbeteiligt an seinem politischen Interesse gewesen. "Als ich mit 15 Jahren der Volkspartei beigetreten bin, war Karas Bundesobmann der JVP, und ich habe ihn immer sehr bewundert."

Von der großen symbolischen Bedeutung, die mit der diesjährigen Auszeichnung verbunden ist, sprach der Präsident der AKV, DDr. Josef Zemanek. Die Auszeichnung werde heuer zum 25. Mal übergeben, - es sei dies ein wirklich besonders Jubiläum, das sich im Stiftungsjahr 1985 niemand erwartet hätte. Und zu Othmar Karas merkte er an: Dieser sei immer ein verlässlicher Ansprechpartner gewesen. Bei vielen Anlässen sei Karas "klug und kompromisslos" zu seiner christlich-sozialen Weltanschauung gestanden. Er habe damit bewiesen, dass er den Weltauftrag der Laien in einer europäischen Dimension verstanden und aufgenommen habe. Diese Erfolge seien aber nur in jener politischen Gruppierung möglich gewesen, die ihn nach Europa entsendet haben -die ÖVP, die sich immer zu ihrem christlich-sozialen Fundament bekannt habe und bekenne, so Zemanek weiter.

Diözesanbischof Dr. Paul Iby gedachte in seinen Grußworten Kardinal Rossi: "In den 15 Jahren seines Wirkens als Apostolischer Nuntius hat er der Entwicklung der Beziehungen zwischen der Republik Österreich und dem Heiligen Stuhl besondere Impulse gegeben." Iby erinnerte beispielsweise an Konkordatszusatzverträge, die von Kardinal Rossi geschlossen wurden.

Der Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten Dr. Michael Spindelegger ging in seiner Laudatio auf das Leben des Geehrten und seine vielen Funktionen ein, die dieser erfolgreich ausgeübt habe. Das verdiene Anerkennung und Bewunderung. So verwies er auf Karas’ Tätigkeit als Bundesobmann der Schülerunion und später der Jungen ÖVP, seine Zeit als Abgeordneter zum Nationalrat und als Generalsekretär der ÖVP. 1999 wurde er Mitglied des Europäischen Parlaments. Dort habe er es bis zum Vizepräsidenten der größten Fraktion gebracht, seit 2006 ist er Obmann des ÖVP-Europaklubs.

"Othmar Karas ist einer der höchsten Funktionsträger, die wir in Österreich auf der Ebene der europäischen Institutionen haben -darauf können wir stolz sein", so Spindelegger. "Othmar Karas hat in jeder seiner Funktionen etwas Außergewöhnliches geleistet", verwies der Minister unter anderem auf seine Tätigkeit als Mitgestalter des Lösungspakets der EU auf die Wirtschafts- und Finanzkrise durch die Bankenrichtlinie.

Die heutige Auszeichnung erhalte Karas allerdings nicht für diese Leistungen, sondern wie er diese in einer bestimmten Art und Weise erbringe. "Hier geht es um Standfestigkeit bei christlichen Werten, Wertefestigkeit und menschliche Qualitäten, und da kann sich Karas durchaus sehen lassen." Karas habe die christlichen Wertvorstellungen in all seinen Funktionen einfließen lassen, wies der Minister unter anderem auf eine von Karas als JVP-Obmann im Nationalrat eingebrachte Petition für 'Geborene für Ungeborene' hin. Er habe sich zudem um die ökosoziale Marktwirtschaft außerordentlich verdient gemacht. Auch sei er praktizierender Katholik, der seine Kontakte zur katholischen Kirche immer gepflogen habe. Die Familie sei ein tragendes Element in seinem Leben. Zusätzlich finde Karas auch noch Zeit, sich für Soziales zu engagieren, wies der Minister darauf hin, dass Karas seit mehr als zehn Jahren Präsident des Österreichischen Hilfswerkes, des größten privaten österreichischen Sozialdienstleisters, ist.

"Die Opilio-Rossi-Medaille ist eine renommierte und anerkannte Auszeichnung für das Wirken von Laien in der Welt." Die Auszeichnung sei für ihn eine Bestätigung, "am richtigen Weg zu sein und dass in meinem Leben - obwohl nicht frei von Fehlern - das, wie und was ich mache, Sinn macht", dankte Karas im Anschluss für die Verleihung. Die Medaille unterstreiche das Wertegebäude, dem er sich verpflichtet fühle.

Das Wirken Kardinal Rossis sollte uns Mut machen, Verantwortung zu tragen und auch Führungsaufgaben für die Gemeinschaft zu übernehmen. Kardinal Rossi habe in seiner langjährigen Tätigkeit als Nuntius und seinen vielfältigen Aufgaben ab 1976 ein Beispiel gegeben, wie tief gelebte Religiosität und seriöse Politik zusammengebracht werden könne. Ihm, Karas, sei "die Würde des Menschen im zutiefst christlichen und europäischen Sinn ein unverhandelbares Anliegen. Wir werden keine tragfähigen Mehrheiten in der EU zustande bringen, wenn neben dem intra- nicht auch der interreligiöse Dialog stark an Dynamik erhalte". Gemeinsame Werte könnten nur durch Dialog entstehen.

Die europäische Integration sei für ihn ein weiteres Feld, wo das Engagement der Politiker und christlicher Verbände gefordert sei.

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