Finanzminister Vizekanzler Josef Pröll sieht sich als "der zentrale Krisenmanager" und zeigt koalitions-intern Flagge:

"Ich trage die maximale Verantwortung für Österreich!"

Wien (OTS) - Als Finanzminister "trage ich die maximale Verantwortung für Österreich", sagt Vizekanzler und ÖVP-Chef Josef Pröll in der jüngsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS. Sein Finanzministerium sei "das zentrale Ressort für die Krisenbewältigung in der Republik." Womit der junge ÖVP-Chef immer versucht, doch deutlicher aus dem Schatten von Bundeskanzler Werner Faymann, die Nr. 1 der Bundesregierung, herauszutreten.

Was die Folgen der internationalen Wirtschaftskrise für Österreich anlangt, versucht der Vizekanzler im NEWS-Gespräch darüber hinaus gleichzeitig zu beruhigen ("Nur keine Panik!"), aber auch zu warnen:
Sollten die Arbeitslosenziffern noch viel dramatischer als bisher angenommen steigen, "lassen wir keinen einzigen Arbeitslosen im Regen stehen. Wir werden genug Geld für jeden Einzelnen, dem das passiert, bereitstellen." Anderseits warnt der Vizekanzler aber vor möglichen sozialen Spannungen und appelliert an die Sozialpartner, vor allem an den ÖGB, die Emotionen nicht anzuheizen, und Gehalts- und Job-Konflikte nicht auf der Strasse auszutragen.

Den ÖVP-internen Kampf von Ernst Strasser und Othmar Karas um die Vorherrschaft bei der EU-Wahl am 7. Juni sieht Parteichef Josef Pröll demonstrativ gelassen: "Es ist absolut positiv, wenn innerhalb einer Partei die Kandidaten um Vorzugsstimmen buhlen." Gerüchte über eine allfällige Entsendung Ursula Plassniks als nächste EU-Kommissarin Österreichs bezeichnet Pröll knapp als "glatten Blödsinn."

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