NEWS: Polit-Angebot für die Haider-Tochter

Haiders Schwiegersohn bestätigt Offert - und übt massive Kritik am BZÖ

Wien (OTS) - Wie NEWS in seiner am Donnerstag erscheinenden
Ausgabe berichtet, wurde Jörg Haiders älterer Tochter Ulrike, 32, das Angebot unterbreitet, in die Spitzenpolitik einzusteigen. Paula Quercia, Ehemann von Ulrike Haider und Schwiegersohn des verstorbenen Kärntner Landeshauptmanns, verrät im NEWS-Interview: "Eine politische Partei machte meiner Frau das Angebot, für die EU-Wahlen zu kandidieren." - Und zwar das von ihrem Vater gegründete BZÖ: "Man wollte sie für den zweiten Listenplatz gewinnen - als sogenannten Stimmungsmacher", verrät ein BZÖ-Insider.

Haider-Schwiegersohn Quercia weiter: "Ulrike könnte die richtige Person für Österreich im europäischen Parlament sein. Aber sie ist in den Dingen, die sie in Angriff nimmt, sehr ernsthaft. Sie sagte:
,Nein, das ist nicht mein Leben.‘ Ob das ein Nein für immer ist - ich weiß es nicht." Er, Quercia, habe ihr jedenfalls zugeraten.

Massive Kritik übt Quercia, ein italienischer Polit-Berater, am aktuellen politischen Kurs der BZÖ-Spitze: "Sie sollten mutiger sein, sollten Haiders Erbe vorwärts transportieren und nicht zurückentwickeln." Und weiter: "Sie müssen in jeder österreichischen Region ihre lokale Identität stärker entwickeln, sollten kein peripherer Teil des Kärntner BZÖ sein." Auch der straffe Ausländer-Kurs der von Haider gegründeten Partei stößt bei dessen Schwiegersohn auf wenig Gegenliebe: "Sie dürfen nicht die FPÖ kopieren, sondern sollten liberal-konservativ sein."

Scharfe Worte findet Quercia auch zu den Ermittlungen rund um Haiders Unfalltod: "Ich wundere mich, dass ein so effizientes Land in diesem Fall so ineffizient arbeitet. Wenn man das Blut mehrere Stunden nach dem Tod untersucht, ist das Resultat nicht vertrauenswürdig, nicht exakt. Der Köper verändert sich ja innerhalb von Stunden komplett. Aber keiner in Österreich wollte darüber reden, man nahm das, was die offiziellen Institutionen verlautbarten und sagte: Jörg Haider hatte soundsoviel Alkohol im Blut - aber keiner zog die Umstände in Zweifel, wie und wann das Blut abgenommen wurde."

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