Offener Brief:'Rettet das Radio-Symphonieorchester Wien!'

Wien (OTS) - Wien, 13. Mai 2009. Wie kein anderes
Symphonieorchester in Österreich hat sich das Radio-Symphonieorchester Wien (RSO) für die Interpretation zeitgenössischer österreichischer Literatur und der Pflege der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts profiliert und damit auch den Hauptteil seines Programms bestritten.

Eine konkret angedachte Auslagerung bzw. - noch unendlich schlimmer - Auflösung dieses Klangkörpers würde nicht nur die Möglichkeit von Uraufführungen neuer und neuester zeitgenössischer Musik abrupt weniger werden lassen, nein, die vielfältige und wichtige Musik des 20. Jahrhunderts wäre mit einem Schlag weit weniger in Konzerten bzw. Musiktheateraufführungen adäquat repräsentiert und interpretiert!

Zu erwähnen sind die Klassiker der Moderne von Bartok bis Webern, Meister des 20. Jahrhunderts von A wie John Adams bis Z wie Bernd Alois Zimmermann und natürlich die wichtigsten österreichischen Komponistinnen und Komponisten der Gegenwart von A wie Klaus Ager bis Z wie Otto M. Zykan. Aber auch Gustav Mahler oder Richard Strauss als wesentliche Wegbereiter der Moderne bis hin zu Komponistinnen und Komponisten des 19. Jahrhunderts und davor, und selbstverständlich solche der eigentlichen Gegenwart, also des 21. Jahrhunderts: Das heuer seinen 40. Geburtstag feiernde Radio-Symphonieorchester Wien steht für ein Repertoire, das kein anderes österreichisches Orchester in dieser Form und Dichte wahrnehmen will und kann.

"Zukunftsmusik ist jetzt schon unsere Sache" steht auf der Homepage des Radio-Symphonieorchesters Wien. Nehmen wir die jetzige Bedrohung und die bevorstehende Jubiläumssaison zum Anlass, alles für die bestmöglich fortgeführte Existenz dieses Orchesters zu tun! Sollte das RSO aufgelöst oder zu Tode gekürzt werden, würde sich das viel zitierte "Musikland Österreich" bis auf die Knochen blamieren!

Wir appellieren daher an die verantwortlichen Entscheidungs-träger mit allem Nachdruck, diesen massiven Einschnitt in die österreichische Kulturlandschaft zu verhindern und sich mit allen gebotenen Mitteln dafür einzusetzen, den Fortbe-stand des RSO zu gewährleisten.

Die Unterzeichner (Stand 13. Mai 2009):

Prof. Klaus Ager (Präsident Österreichischer Komponistenbund, Präsident European Composers Forum)
Dr. Thomas Angyan (Intendant Musikverein Wien)
Dr. Rainer Bischof (Komponist, Philosoph)
Prof. Paul Fürst (Präsident der AKM)
Prof. Reinhart von Gutzeit (Rektor Universität Mozarteum Salzburg) Dr. Christian Heindl (Präsident Österreichische Gesellschaft für Zeitgenössische Musik)
Markus Hinterhäuser (Konzertdirektor der Salzburger Festspiele)
Dr. Harald Huber (Präsident Österreichischer Musikrat)
Peter Paul Kainrath (Künstlerischer Leiter Klangspuren Schwaz) Walter Kobéra (Intendant Neue Oper Wien)
Prof. Hans Landesmann (Künstlerischer Leiter Salzburg Biennale) Mag. Angelika Möser (Generalsekretärin Jeunesse Österreich)
David Pountney (Intendant Bregenzer Festspiele)
Dr. Helga Rabl-Stadler (Präsidentin Salzburger Festspiele)
Prof. Dr. Georg Schulz (Rektor Universität für Musik und darstellende Kunst Graz)
Bruno Strobl (Präsident IGNM Sektion Österreich)
Prof. Erich Urbanner (Senatspräsident Österreichischer Komponistenbund)
Mag. Marie Wolfram (Geschäftsführerin Feldkirch Festival)

Mehr Informationen: www.komponistenbund.at

Der Österreichischen Komponistenbund (ÖKB) empfiehlt in diesem Zusammenhang auch die Unterstützung der Petition zur Rettung des RSO:
www.onlinepetition.at.

Rückfragen & Kontakt:

und Koordination:

Österreichischer Komponistenbund (ÖKB) / Frank Stahmer MA
Baumannstrasse 8-10,A-1031 Wien
Tel: +43/(0)699/811 270 40
stahmer@komponistenbund.at

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