VP-Gerstl: Schickers Baustelle-Sparkurs ist Anti-Konjunkturprogramm

Mit Geisterbaustellen werden weder Arbeitsplätze geschaffen, noch etwas gegen die Wirtschaftskrise getan

Wien (VP-Klub) - "Wenn man bei der Stadt Wien überhaupt von Sparen sprechen kann, dann wird eindeutig am falschen Platz gespart", übt ÖVP Wien Verkehrssprecher LAbg. Wolfgang Gerstl Kritik an den "Wiener Geisterbaustellen".

Da die Stadt Wien angeblich keine Überstunden zahlen will, wird ab Donnerstag nicht mehr auf den zahlreichen Straßenbaustellen gearbeitet. Für Gerstl ist die Argumentation aus zweierlei Gründen nicht nachvollziehbar. Zum Einen werden von der Stadt Wien die volkswirtschaftlichen Folgekosten wie Schadstoffausstoß und Spritverbrauch ausgeblendet, von den "Staukosten" einmal ganz abgesehen. Bei einer vollständigen Betrachtung wären die Kosten bei einem Rund-um-die-Uhr-Einsatz auf der Baustelle sicher weitaus geringer. Es sei, so Gerstl, unverständlich, warum die Stadt Wien von der bisher üblichen Boni-Mali Praxis abgegangen sei. Dabei könnte mit geringst möglichem Mitteleinsatz größtmöglicher Erfolg erzielt werden.

Zum Zweiten ist Gerstl verwundert, hat doch die SPÖ Wien immer wieder erklärt, durch ein großzügiges Konjunkturprogramm die Wirtschaft zu stützen und dadurch Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Die "Geisterbaustellen" seien das Gegenteil, ein Anti-Konjunkturprogramm. Gerstl: "Wenn alles steht - die Arbeiten auf den Baustellen und die Autofahrer im täglichen Stau - dann ist das keine Krisenbewältigung. Besonders die Bereiche des Individual- und des Öffentlichen Verkehrs bieten ein breites Feld, auf dem die SP-Stadtregierung zur Ankurbelung der Wirtschaft Maßnahmen setzen könnte. Ich verweise hier nur auf unsere Vorschläge betreffend notwendiger Untertunnelungen oder den rascheren Ausbau des U-Bahn Netzes. Der SP-Stadtregierung wird empfohlen ’Gas zu geben’ und nicht auf der Bremse zu stehen. Damit ist nicht durch der Wirtschaft gedient, es schont auch die Nerven der Autofahrer und Anrainer!"

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