Sozialminister Hundstorfer und ungarische Staatssekretärin Kovarik eröffnen österreichisch-ungarische Arbeitsmarktkonferenz

Lockenhaus (BMASK) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer und die für Arbeit und soziale Angelegenheiten zuständige Staatssekretärin von Ungarn, Erzsebèt Kovarik, eröffneten Mittwoch im burgenländischen Lockenhaus die 15. Österreichisch-Ungarische Arbeitsmarktkonferenz. Für Hundstorfer ist diese Arbeitsmarktkonferenz ein "hervorragendes Beispiel für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten." Sie biete die Möglichkeit, aktuelle Themen und Problembereiche der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik in Österreich und Ungarn gemeinsam zu diskutieren. "Die wirtschaftliche Verflechtung und die Integration des Arbeitsmarktes in unserer gemeinsamen Grenzregion werden sich in den nächsten Jahren weiter intensivieren", betonte der Sozialminister in seiner Eröffnungsrede. ****

Hundstorfer verwies auf ähnlich gelagerte Probleme in beiden Ländern, wie die Jugendarbeitslosigkeit, die Langzeitarbeitslosigkeit und die damit verbundene akute Armutsgefahr der betroffenen Personen. Der Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit seien daher die obersten Ziele der österreichischen Bundesregierung. Mit über einer Milliarde Euro für aktive Arbeitsmarktpolitik stehen mehr Mittel denn je für zielgerichtete Maßnahmen zur Verfügung. Kündigungen von MitarbeiterInnen sollen so weit wie möglich verhindert werden. Hundstorfer erwähnte die Kurzarbeit als wirksames Instrument, um den Unternehmen und den ArbeitnehmerInnen durch die Krise zu helfen. Mit der Ausbildungsgarantie für Jugendliche unter 18 Jahren und der "Aktion Zukunft Jugend" für arbeitslose Jugendliche zwischen 19 und 24 Jahren sollen die Zukunftsperspektiven für alle Jugendliche am Arbeitsmarkt verbessert werden.

Der Sozialminister ging in seiner Rede auf die Leistungen der Sozialwirtschaft ein, bei der im Unterschied zur gewinnorientierten Wirtschaftstätigkeit der Mensch mit seiner spezifischen Problemlage und die soziale Verantwortung sowie die Solidarität im Vordergrund stehen. "Der sozialen Wirtschaft kommt gerade aufgrund der derzeit spürbaren Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise - insbesondere des enormen Anstiegs der Arbeitslosenzahlen - eine besondere Bedeutung zu, da hier neue Formen der Beschäftigung geschaffen werden. Die soziale Wirtschaft vereint gemeinnützige, freiwillige und unternehmerische Aktivitäten und ist somit ein wichtiger Beschäftigungsfaktor. Zudem werden soziale Dienstleistungen angeboten, die für das Funktionieren unserer Gesellschaft unerlässlich sind", unterstrich Hundstorfer in seiner Eröffnungsrede.

"Trotz unterschiedlicher rechtlicher, struktureller und kultureller Rahmenbedingungen sollte der Ausbau von grenzüberschreitenden Partnerschaften vorangetrieben werden, um neue Strategien für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen im Bereich der Sozialwirtschaft zu entwickeln", schloss Hundstorfer. (Schluss)

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