Rosenkranz: Unglaubliche Schieflage bei Gesundheitskosten für Häftlinge

Pro Jahr mehr als doppelt so hoch wie für Normalbürger!

Wien (OTS) - =

- Von einer unglaublichen Ungerechtigkeit spricht FPÖ-Nationalratsabgeordneter Dr. Walter Rosenkranz im Hinblick auf die jährlich anfallenden Gesundheitsausgaben für die Haftinsaßen in österreichischen Gefängnissen. Für die insgesamt 8.944 Häftlinge wurden 2007 laut einer Anfragebeantwortung jährlich rund 63 Millionen Euro ausgegeben. "Das ergibt Pro-Kopf-Ausgaben von über 7000 Euro -die normalen Pro-Kopf-Ausgaben in Österreich betrugen laut OECD 2006 nur ca. 3000 Euro!" Aus der Praxis seien sogar einzelne Fälle bekannt, dass Ausländer nach Österreich kommen, um bei Straftaten erwischt zu werden und sich behandeln zu lassen.***

Ursache sei, dass die heimischen Häftlinge keine Krankenversicherung hätten, sondern im Krankheitsfall zwischen Justizministerium und Krankenkassen nach den Ländertarifen abgerechnet würden. "Das entspricht ungefähr Privattarifen." Einmal mehr sei die Realität ärger als jede Parodie, sodass sich Österreich tatsächlich als das "Häfenparadies" erweise, als das es schon oft bezeichnet worden ist, meint Rosenkranz und stellt mit Befriedigung fest, dass seine Anfrage bereits zu ersten Verhandlungen von Justizministerin Bandion-Ortner und Gesundheitsminister Stöger geführt hat.

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