Telekom Austria Group: Ergebnis für das 1. Quartal 2009: Fokus auf Free-Cashflow-Absicherung trotz des schwierigen Marktumfeldes - TEIL 3

Wien (OTS) - Wien, 13. Mai 2009 - Die Telekom Austria Group (VSE:
TKA, OTC US: TKAGY) verlautbarte heute das Ergebnis für das 1. Quartal 2009 mit Ende 31. März 2009.

Konsolidierter Nettoüberschuss

Im 1. Qu. 09 stieg die Summe der Zinsaufwendungen von 50,8 Mio. EUR im 1. Qu. 08 auf 59,1 Mio. EUR aufgrund höherer verzinslicher Verbindlichkeiten durch die 750-Mio.-EUR-Anleihe, die im Jänner 2009 begeben wurde aufgrund des Restrukturierungsprogramms, das zu zusätzlichen nicht-zahlungswirksamen Zinsaufwendungen führte.

Die Fremdwährungsanpassungen im Finanzergebnis veränderten sich von einem Gewinn von 12,7 Mio. EUR im 1. Qu. 08 zu einem Verlust von 13,0 Mio. EUR im 1. Qu. 09 vor allem aufgrund der Abwertung des weißrussischen Rubels im Jänner 2009 und günstigerer US-Dollar-Wechselkurse im Jahr 2008.

Der Einkommensteueraufwand verringerte sich von 36,6 Mio. EUR im 1. Qu. 08 auf 24,2 Mio. EUR aufgrund eines niedrigeren versteuerbaren Einkommens im 1. Qu. 09. Der Effektivsteuersatz blieb fast stabil bei 22,1%.

Der Nettoüberschuss betrug 85,3 Mio. EUR im 1. Qu. 09 nach einem Nettoüberschuss von 129,7 Mio. EUR im 1. Qu. 08. Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie betrug 0,19 EUR im
1. Qu. 09.

Bilanz und Nettoverschuldung

Die Bilanzsumme der Telekom Austria Group stieg von 8.997,4 Mio. EUR per 31. Dezember 2008 auf 9.087,8 Mio. EUR per 31. März 2009 an.

Während des 1. Quartals 2009 stiegen die kurzfristigen Aktiva um 519,6 Mio. EUR auf 2.065,0 Mio. EUR vor allem aufgrund von höheren liquiden Mitteln und höheren kurzfristigen Investitionen als Folge der im Jänner 2009 begebenen Anleihe. Der Firmenwert sank aufgrund der Währungsumrechnung nach der Abwertung des weißrussischen Rubels Anfang 2009 von 1.958,5 Mio. EUR per Ende Dezember 2008 auf 1.829,8 Mio. EUR per Ende März 2009. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte verringerten sich durch die Abwertung der Währung in Weißrussland sowie durch höhere Abschreibungen als Zugänge von 2.265,6 Mio. EUR auf 2.100,3 Mio. EUR per Ende März 2009. Die Sachanlagen verringerten sich aufgrund von höheren Abschreibungen im Vergleich zu den Zugängen sowie wegen der Abwertung des weißrussischen Rubels um 5,3% auf 2.818,4 Mio. EUR.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sanken im Wesentlichen aufgrund der Zahlung von Lieferverbindlichkeiten von 2.220,5 Mio. EUR per Ende Dezember 2008 auf 2.132,8 Mio. EUR per Ende März 2009. Die langfristigen Verbindlichkeiten stiegen von 4.621,3 Mio. EUR auf 4.985,1 Mio. EUR vor allem aufgrund von Veränderungen in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten nach der im Jänner 2009 begebenen 750-Mio.-EUR-Anleihe. Dieser Anstieg wurde durch die Umgliederung einer 500-Mio.-EUR-EMTN-Anleihe, die im Jänner 2010 zurückzuzahlen ist und damit zu den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zählt, teilweise ausgeglichen.

Das Eigenkapital sank von 2.155,6 Mio. EUR per 31. Dezember 2008 auf 1.969,9 Mio. EUR per 31. März 2009 vor allem aufgrund von Fremdwährungsanpassungen in der Höhe von 258,5 Mio. EUR insbesondere im Zusammenhang mit der Abwertung des weißrussischen Rubels trotz eines Nettoüberschusses von 85,3 Mio. EUR.

Die Nettoverschuldung reduzierte sich von 3.993,3 Mio. EUR auf 3.877,8 Mio. EUR per 31. März 2009 als Ergebnis der Free-Cashflow-Generierung. Das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA (der letzten 12 Monate) blieb per Ende März 2009 bei 3,1x unverändert im Vergleich zu 3,1x per Ende Dezember 2008 aufgrund der Aufwendungen für das Restrukturierungsprogramm im Festnetz, die zu der Reduktion des EBITDA in 2008 geführt haben. Ohne Berücksichtigung des Restrukturierungsprogramms, blieb das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA (der letzten 12 Monate) bei 2.1x stabil.

Quartalsvergleich

Cashflow und Nettoverschuldung in Mio. EUR 1. Qu. 09 1. Qu. 08 Veränd. in % Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 247,7 305,1 -18,8% Cashflow aus Investitionstätigkeit -209,0 -155,0 34,8% Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 392,3 -179,7 - Auswirkung von Wechselkursschwankungen 31,6 10,5 201,9% Veränderung der liquiden Mittel 462,6 -19,2 k.A.

Jahresvergleich

in Mio. EUR 31. März 09 31. Dez. 08 Veränd. in % Nettoverschuldung 3.877,8 3.993,3 -2,9% Nettoverschuldung/EBITDA (12 Monate) exklusive Restrukturierungsprogramm 2,1x 2,1x

Cashflow und Anlagenzugänge

Im 1. Qu. 09 verringerte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um 18,8% auf 247,7 Mio. EUR vor allem aufgrund des niedrigeren operativen Ergebnisses, das zum Teil durch nicht zahlungswirksame Effekte ausgeglichen wurde sowie durch höhere Auszahlungen für den Verbrauch von Rückstellungen und Verbindlichkeiten.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit stieg von 155,0 Mio. EUR im 1. Qu. 08 auf 209.0 Mio. EUR im 1. Qu. 09, da die niedrigeren Anlagenzugänge durch den Erwerbs von kurzfristigen Finanzinvestitionen mit einem noch nicht für Tilgungen benötigten Teil des Erlöses aus der Begebung der Anleihe mehr als kompensiert wurden.

Im 1. Qu. 09 sanken die Anlagenzugänge um 27,3% auf 116,0 Mio. EUR. Die Sachanlagenzugänge verringerten sich um 33,7% auf 81,0 Mio. EUR und die Zugänge zu immateriellen Vermögens-werten reduzierten sich um 6,4% auf 35,0 Mio. EUR.

Im Segment Festnetz sanken die Anlagenzugänge im 1. Qu. 09 um 50,8% auf 33,5 Mio. EUR vor allem aufgrund eines Aufschubs der Investitionen in die Zugangs- und Kernnetzinfrastruktur.

Im Segment Mobilkommunikation reduzierten sich die Anlagenzugänge im 1. Qu. 09 um 9,8% auf 82,5 Mio. EUR, da geringere Anlagenzugänge in Österreich und Kroatien höhere Anlagenzugänge in die Netzzugangsinfrastruktur in Bulgarien ausgeglichen haben.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit stieg von einem Mittelabfluss von 179,7 Mio. EUR im 1. Qu. 08 auf einen Mittelzufluss von 392,3 Mio. EUR im 1. Qu. 09 im Wesentlichen aufgrund der Begebung der 750-Mio.-EUR-Anleihe im Jänner 2009, die teilweise durch höhere Rückzahlungen von langfristigen Verbindlichkeiten ausgeglichen wurde.

Anlagenzugänge in Mio. EUR 1. Qu. 09 1. Qu. 08 Veränd. in % Festnetz 33,5 68,1 -50,8% Mobilkommunikation 82,5 91,5 -9,8% Gesamte Anlagenzugänge 116,0 159,6 -27,3% davon Sachanlagen 81,0 122,2 -33,7% davon immaterielle Vermögenswerte 35,0 37,4 -6,4%

Personal

Der Personalstand der Telekom Austria Group sank um 885 auf 16.789 MitarbeiterInnen per Ende März 2009 im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Im Segment Festnetz reduzierte sich die Anzahl der MitarbeiterInnen um 1.267 auf 8.265 MitarbeiterInnen. 258 MitarbeiterInnen wurden durch den Verkauf der eTel Slovensko und der Telekom Austria Czech Republic abgebaut. Die verbleibende Summe ist im Wesentlichen auf das Restrukturierungsprogramm zurückzuführen, wobei 398 MitarbeiterInnen den Sozialplan angenommen und davon 334 MitarbeiterInnen das Unternehmen per 31. März 2009 verlassen haben.

Die Anzahl der MitarbeiterInnen im Segment Mobilkommunikation stieg um 382 auf 8.524 MitarbeiterInnen vor allem resultierend aus einem höheren Personalstand in den Unternehmen in Weißrussland und der Republik Serbien.

Risiken und Unsicherheiten

Die Telekom Austria Group ist mit diversen Risiken und Unsicherheiten konfrontiert, die sich auf das Ergebnis auswirken könnten. Diese Risiken inkludieren weitere Reduktionen der Preise für Mobilkommunikationsdienste in Österreich und die Beschleunigung der Migration vom Festnetz zur Mobilkommunikation, dass zu einer weiteren Reduktion der Festnetzanschlüsse sowie einem Rückgang der Festnetzminuten führen könnte. Die Risiken sind jedoch nicht darauf zu beschränken.

Die Telekom Austria Group ist außerdem mit dem Risiko im Zusammenhang mit der geplanten Reduktion der Anzahl der MitarbeiterInnen im Segment Festnetz konfrontiert und unterliegt intensiver Regulierung.

Durch die Expansion in Ost- und Südosteuropa ist die Gruppe auch auf Märkten tätig, die politischen und wirtschaftlichen Änderungen unterliegen, die Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten von Unternehmen gehabt haben und weiterhin haben werden. Dies hat zur Folge, dass das wirtschaftliche Umfeld in Ost- und Südosteuropa zum Teil Unsicherheiten, einschließlich steuerlicher Unsicherheiten, mit sich bringt, die in anderen Märkten nicht bestehen.

In den letzten Jahren verzeichnete die Telekom Austria Group Wachstum aufgrund von Expansionen in diversen Märkten in Ost- und Südosteuropa. Allerdings wird weiteres Wachstum von zahlreichen Faktoren beeinflusst, auf die die Telekom Austria Group keinen Einfluss hat. Weiteres organisches Wachstum hängt vom Wachstum der jeweiligen Wirtschaft und von den einzelnen Telekommunikationsmärkten ab, in denen die Telekom Austria Group tätig ist.

- Fortsetzung folgt -

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