Flughafen Wien - Westeinflugschneise: gekurvter Anflug ohne Belastung von Wien möglich

Wien (OTS) - "Valentins Behauptung in der OTS-Aussendung vom 11.05.09, man könne vom Westen kommend ohne Wiener Siedlungsgebiet zu überfliegen im derzeitigen Zweipistensystem nicht landen, dies sei erst möglich, wenn es die dritte, 2.400 Meter weiter südlich gelegene Piste gibt, zeigt, dass Valentin die Situation nicht versteht oder nicht verstehen will. Seine Aussage hat nur für etwa 5% der Anflüge Gültigkeit! Das wäre bei IFR Bedingungen mit Sichtwerten von unter 5 km und einer Wolkenuntergrenze von 1.000 ft. Bei ca. 95% der Anflüge ist die Wettersituation so, dass sehr wohl gekurvt angeflogen werden kann. Der Hinweis auf die dritte Piste zeigt umso mehr seine fachliche Inkompetenz, da sich mit dieser Piste die Anflugssituation nicht ändert, sondern nur um 2.400 m verschoben wird", sagt Heinz Thume, pensionierter Pilot der AUA, der das gekurvte Anflugverfahren vom John F. Kennedy Flughafen aus eigener Erfahrung kennt.

"Es ist mittlerweile ein offenes Geheimnis, dass der Terror der Westeinflugschneise technisch nicht notwendig ist. Das munkeln auch Mitarbeiter der Austro Control, trauen sich aber nicht, es laut zu sagen. Letztlich ist alles nur eine Kapazitätsfrage. Der Flughafen und die Austro Control haben den gesamten Luftraum in der Umgebung des Flughafens in Beschlag genommen und die An- und Abflugrouten nach den Bedürfnissen des Flughafens darüber verteilt. Umweltbelastungs-und Risikofaktoren spielen dabei keine Rolle", ergänzt Johannes Bischof, Obmann des Vereins Bürgerinitiative gegen Fluglärm in Wien West.

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