ÖGB-Vorstand gedachte des 50. Todestages des ersten Präsidenten Johann Böhm

Platz vor dem neuen Gewerkschaftshaus wird nach Böhm benannt

Wien (ÖGB) - Vor fünfzig Jahren, am 13. Mai 1959, ist Johann Böhm, der erste Präsident des ÖGB, verstorben. Der ÖGB-Vorstand gedachte in seiner heutigen Sitzung der 50. Wiederkehr des Todestages. Böhm hatte gemeinsam mit engagierten KollegInnen gleich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Grundlage für die österreichische, überparteiliche Gewerkschaftsbewegung gelegt. Der Platz vor dem neuen Gewerkschaftshaus im zweiten Wiener Gemeindebezirk soll noch heuer nach Böhm benannt werden.++++

Böhm, gelernter Bauarbeiter, leitete im April 1945 die Gründung des überparteilichen Gewerkschaftsbundes ein und übernahm damals die provisorische Leitung des ÖGB. Von der Entscheidung, einen überparteilichen ÖGB zu gründen, profitieren die ArbeitnehmerInnen bis heute. Beim ersten Gewerkschaftskongress vom 18. bis 23. Mai 1948 wurde Böhm dann zum ersten ÖGB-Präsidenten gewählt. Auch die Sozialpartnerschaft, die Böhm maßgeblich initiiert hat, ist zu einem wesentlichen Vorteil für Österreich geworden.

Anlässlich seines 70. Geburtstages wurde 1956 der Johann-Böhm-Fonds geschaffen, der begabte, aber finanziell nicht sehr gut gestellte Kinder von ArbeiterInnen und Angestellten bei der Bildung unterstützt. Im Rahmen des Fonds werden laufend Förderungen für Studierende an Universitäten, Fachhochschulen und Akademien vergeben, die dort Abschlussarbeiten zu gewerkschaftsrelevanten Themen verfassen.

VertreterInnen des ÖGB-Vorstands werden morgen, Mittwoch, am Grab von Johann Böhm am Zentralfriedhof in Wien einen Kranz niederlegen.

Der ÖGB-Vorstand befasste sich außerdem mit der inhaltlichen Vorbereitung des 17. ÖGB Bundeskongresses, der von 30. Juni bis 2. Juli in Wien stattfinden wird. Und unter dem Titel "Wähle dein Europa" wird der ÖGB zu den Wahlen zum Europäischen Parlament am 7. Juni eine Informationskampagne für seine Mitglieder starten. (ff)

ÖGB, 12. Mai 2009 Nr. 282

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