Dr. Johann kalliauer mit 100 Prozent zum AK-Präsidenten gewählt

1. Vollversammlung der XIV. Funktionsperiode

Linz (OTS) - Die AK-Vollversammlung hat Dr. Johann Kalliauer heute in der konstituierenden Vollversammlung mit den Stimmen der Kammerräte/-innen aller vier Fraktionen (Sozialdemokratische GewerkschafterInnen/FSG; Österreichischer Arbeiter und Angestelltenbund/ÖAAB; Freiheitliche Arbeitnehmer/FA; Alternative und Grüne GewerkschafterInnnen/AUGE) zum Präsidenten für die nächsten fünf Jahre gewählt.

Für Präsident Kalliauer sind mit dieser breiten Zustimmung gute Startvoraussetzungen für die nächsten fünf Jahre gegeben. Seine einstimmige Wahl sieht er außerdem als ein Signal für den Willen zur Zusammenarbeit im Interesse der rund 580.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Oberösterreich. "Die Arbeit der AK wird geprägt sein von der aktuellen wirtschaftlichen Situation. Umso wichtiger ist es, dass wir uns für die Arbeitsplätze unserer Mitglieder einsetzen und für ein vernünftiges Einkommen, von dem man leben kann. Außerdem müssen wir den Menschen Sicherheit geben. Sicherheit im Alter, für ihre Gesundheit und bei der Ausbildung. Besonders Jugendliche müssen eine faire Chance erhalten", sagt der wiedergewählte AK-Präsident.

Um den wirtschaftlich schwierigen Bedingungen entgegenzutreten, setzt sich Kalliauer deshalb für ein Aktionsprogramm mit drei wesentlichen Punkten ein. "Bereits angelaufene Maßnahmen müssen auf Gemeindeebene - etwa durch eine Landesinvestitionsanleihe ergänzt werden. Für Junge sollten die zahlreichen Einzelmaßnahmen gebündelt und in einer Ausbildungsgemeinschaft zusammengefasst werden. Und bei allen Maßnahmen dürfen jene, die trotzdem ihre Arbeit verlieren, nicht übersehen werden. Für sie brauchen wir die Erhöhung des Arbeitslosengeldes - zumindest auf EU-Durchschnittsniveau", so Kalliauer.

Landeshauptmann-Stellvertreter DI Erich Haider würdigte die einstimmige Wahl als richtiges Signal für die oberösterreichischen Arbeitnehmer/-innen, die gerade jetzt die Sicherheit brauchen, dass ihre Interessenvertretung geschlossen hinter ihnen steht. "Wir dürfen nicht abwarten, bis sich alte Muster wieder einschleichen und Finanzspekulanten über den Erhalt von Betrieben bestimmen, sondern müssen jetzt die Chance nutzen und einen anderen Kurs einschlagen. Einen, der die Menschen in den Vordergrund stellt und nicht Profite", so Haider.

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer gratulierte Präsident Kalliauer und dem Präsidium zur Wahl und gab ein Bekenntnis zur Sozialpartnerschaft ab: "Alle großen Entscheidungen der vergangenen Jahrzehnte wurden von Bund, Ländern und Sozialpartnern gemeinsam getroffen. Das war gut und richtig so", sagt Pühringer. Auch die Krise könne man nur gemeinsam bewältigen: "Wir können der Krise kein Landesverbot erteilen, aber wir können die negativen Auswirkungen gemeinsam mit geeigneten Maßnahmen reduzieren", so Pühringer.

Klaus Wiesner (AUGE), legte dem neugewählten Präsidenten ans Herz, dafür Sorge zu tragen, "dass niemand unter die Räder gerät." Außerdem machte er auf das fehlende Demokratieverständnis der Bevölkerung aufmerksam und warb für die Unterstützung aller Fraktionen, dieses wieder anzuheben.

Rudolf Kroiß (FA) gratulierte dem Präsidenten zur einstimmigen Wahl und wünschte sich für die kommende Legislaturperiode der AK-Vollversammlung konstruktive Zusammenarbeit statt Streit. Bereits morgen gelte es bei der Demonstration in Wien, gemeinsam den Forderungen der Unternehmer nach Nulllohnrunden entgegenzutreten und den sozialen Frieden zu sichern.

Georg Bachmair (ÖAAB) gratulierte ebenfalls allen gewählten Funktionären/-innen und dankte ihnen für die Bereitschaft, Politik für Arbeitnehmer/-innen zu machen. Gerade jetzt in der Krise seien neue Wege gefragt, die auf Gemeinsamkeit und einen Schulterschluss aller setzten. Der ÖAAB sei gestärkt aus der Wahl hervorgegangen und bekenne sich dazu, alle Kräfte zu bündeln und um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen.

Vizepräsident Ing. Reinhold Entholzer (FSG) appellierte, die schwierigen Zeiten gemeinsam zu bewältigen. Die Europäische Union sei ein Friedensprojekt, das auch ein Sozialprojekt werden müsse. Heuer müsse 8.000 Jugendlichen in Oberösterreich ein Ausbildungsplatz verschafft werden. Außerdem gelte es, die Pensionen vernünftig abzusichern.

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