Heinisch-Hosek zu Absetzbarkeit der Kinderbetreuung: 8 Stunden Ausbildung ist einfach zu wenig - gerade Jugendliche wären überfordert

Wien (SK) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek sprach sich
am Dienstag vor dem Ministerrat erneut deutlich gegen die von Finanzminister Josef Pröll geplanten acht Stunden Ausbildungsnachweis aus, die genügen sollte, um die Kinderbetreuung steuerlich absetzen zu können. "Ich denke da vor allem an jugendliche Babysitter, die nach nur acht Stunden Ausbildung Kinder betreuen und aufgrund ihrer mangelnden Lebenserfahrung in Situationen kommen können, die sowohl die jungen Menschen als auch die zu betreuenden Kinder überfordern oder in Gefahr bringen. Ich war selbst jahrelang in der pädagogischen Arbeit tätig und weiß, was alles passieren kann." Heinisch-Hosek plädiert für eine mindestens 20-stündige Ausbildung. ****

Mit einer achtstündigen Ausbildung könne doch keine 16-Jährige wissen, wie sie reagieren müsse, wenn ein Kind einen Krampfanfall bekomme oder eine Murmel verschlucke, führte die Ministerin aus. Geschweige denn könne eine 16-Jährige über die rechtlichen Folgen Bescheid wissen. Dieses notwendige Basiswissen für die Betreuung von Kindern sei einfach in acht Stunden nicht zu vermitteln. Daher plädiere sie für einen Mindeststandard in der Ausbildung von 20 Stunden.

"Es geht um den Schutz der jungen Menschen, die betreuen und um den Schutz und die Sicherheit der Kinder", so Heinisch-Hosek, die sich dafür einsetzen will, dass bis zum vollendeten 28. Lebensjahr der Ausbildung mehr Zeit gewidmet wird. Diese Altersgrenze ist für Heinisch-Hosek sinnvoll, da man bis zum vollendeten 28. Lebensjahr als Au-pair-Mädchen tätig sein könne. Und gerade Au-pair-Mädchen müssten nach derzeitiger Rechtslage keinerlei Qualifikation vorweisen, so die Ministerin abschließend. (Schluss) up

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