Rasinger: Österreichs Unfallchirurginnen und -chirurgen leisten internationale Spitzenqualität

Wien (OVP-PK) - Anlässlich der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der österreichischen Unfallchirurgie gratuliert ÖVP-Gesundheitssprecher Dr. Erwin Rasinger der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie (ÖGU) zum runden Geburtstag. "Ich gratuliere der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie zum 100-jährigen Bestehen. Österreichs Modell der bundesweiten unfallchirurgischen Versorgung ist ein internationales Vorzeigeprojekt und gehört zur absoluten Weltspitze. Das Know-how der österreichischen Unfallchirurginnen und -chirurgen ist international gefragt und rettet so über die Grenzen hinaus das Leben von Verunfallten", so Rasinger heute, Dienstag. ***

Österreich gilt heute als Wiege der modernen Unfallchirurgie - eine Tatsache, die wesentlich auf das Wirken des österreichischen Chirurgen Lorenz Böhler (1885 - 1971) zurückgeht. Durch die von Böhler Ende des Ersten Weltkrieges erstmalig systematisierte Behandlung von Verunfallten bei Arbeitsunfällen reduziert sich die Anzahl der frühzeitig aus dem Erwerbsleben scheidenden Menschen dramatisch. Mit seinem Zugang "Prävention, Behandlung und Rehabilitation aus einer Hand" ermöglichte die Methode Böhlers vielen Berufstätigen die Wiedereingliederung ins Arbeitsleben. Sein Ansatz fand weltweite Beachtung und Nachahmung.

In Österreich arbeiten heute rund 1.000 Unfallchirurginnen und -chirurgen, die jährlich zwei Millionen Patienten in Spitälern oder beim niedergelassenen Arzt versorgen. Die Zahl der Unfallpatienten ist seit 1980 signifikant gestiegen. Heute müssen um 26 Prozent mehr Menschen nach einem Unfall stationär versorgt werden, und die Zahl der Heim-, Sport- und Freizeitunfälle ist sogar um 73 Prozent gestiegen. Jeder zehnte Spitalspatient ist heute ein Unfallpatient. Gleichzeitig ist die Zahl der Unfälle mit tödlichem Ausgang um 48 Prozent zurückgegangen. Rasinger: "Wir müssen die Sicherstellung der hohen Versorgungsqualität auch im ländlichen Raum aufrecht erhalten und kontinuierlich ausbauen. Es gibt noch Optimierungsbedarf in gewissen Versorgungsregionen, in denen die fachspezifischen unfallchirurgischen Angebote fehlen. Eine unfallchirurgische Standardabteilung pro Region muss aber die Benchmark sein", so Rasinger weiter.

Die Unfallchirurgie stellt heute ein Sonderfach dar. Sie umfasst die Prävention, Diagnostik, Behandlung, Nachbehandlung, Rehabilitation und fachspezifische Begutachtung von akuten und chronischen Verletzungen, Verletzungsfolgen, Erkrankungen und Schäden von Patienten. Österreichs Unfallchirurginnen und - chirurgen arbeiten nicht nur akut innerhalb von 24 Stunden nach einem Unfall, sondern erbringen darüber hinaus planbare Leistungen. Durch die komplexe und hoch spezialisierte Ausbildung sorgen die Unfallchirurginnen und -chirurgen dafür, dass nachfolgende Korrektureingriffe selten sind und ein schneller Wiedereinstieg ins Berufsleben ermöglicht wird. (Schluss)

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