Rammer: Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten ungerecht

Wien (SK) - Der Vorschlag Kinderbetreuungskosten absetzen zu können, ist in dieser Form extrem ungerecht. "Eltern, die jeden Euro dreimal umdrehen, müssen ein Ferienangebot voll bezahlen, während Eltern mit hohem Einkommen diese Kosten von der Steuer absetzen können. Das arme Kind zahlt, das reiche bekommt Geld vom Staat - da ist ein wirkliches Husarenstück gelungen", sagte Gernot Rammer, Bundesgeschäftsführer der Österreichischen Kinderfreunde. ****

Der Vorschlag ist aber auch aus anderen Gründen abzulehnen. Geradezu grotesk ist der Plan, mit einem acht Stunden Kurs von pädagogisch geschultem Personal zu sprechen. Hier zeigt sich einmal mehr, dass der Stellenwert professioneller pädagogischer Arbeit in Österreich noch immer sehr gering ist. Rammer: "Ich habe den Eindruck, dass es hier einzig darum geht, Haushaltshilfen und Kindermädchen von der Allgemeinheit bezahlen zu lassen. Um pädagogische Betreuung und Bildung kann es bei dieser Regelung sicher nicht gehen."

Der Gratiskindergarten kommt allen Familien zu Gute. Wie in Wien geplant, sollte dieses Angebot in allen Bundesländern, für alle kostenlos angeboten werden. "Da ersparen sich auch besser verdienende Eltern viel Geld. Die geplante Form der Absetzbarkeit ist aber ein Affront gegen jene, die es ohnehin schwer haben. Wir fordern eine Negativsteuer, damit auch jene mit geringem Einkommen, die aufgrund ihrer Einkommenssituation keine Steuern zahlen ebenfalls in den Genuss der Unterstützung kommen", so Gernot Rammer abschließend. (Schluss) df/mp

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