Becker zu Kärntner Kinderregress: Schärfste Ablehnung durch den Seniorenbund!

Es wäre ein primitiver Rückschritt im Pflegewesen, den Kinderregress bei Heimpflege wieder einzuführen

Wien (OTS) - Wie der heutige "Standard" auf Seite 6 berichtet,
plant der Kärntner BZÖ-Soziallandesrat Christian Ragger, den "Kinderregress" bei Pflege im Heim wieder einzuführen. Dazu Europa-Seniorenkandidat Heinz K. Becker: "Der Österreichische Seniorenbund lehnt diesen primitiven Rückschritt im Pflegewesen entschieden ab! Wir wehren uns dagegen, dass bei der ersten Schwierigkeit bei Budgeterstellungen sofort jene zur Kasse gebeten werden, die es am meisten trifft!"

Finanzieller Todesstoß für Familien - Psychische Belastung für Pflegebedürftige!

Dabei hält der Österreichische Seniorenbund ausdrücklich fest, dass diese Maßnahmen nicht die Senioren- sondern vielmehr die Kindergeneration finanziell trifft. "Die Senioren jedoch kommen hier massiv unter Druck. Nach jahrelangem hartem Kampf mussten Senioren in ganz Österreich endlich kein schlechtes Gewissen mehr haben, wenn ein Heimaufenthalt nötig wurde. Und nun - natürlich rechtzeitig nach den Wahlen in Kärnten - soll der Druck auf pflegebedürftige Menschen wieder erhöht werden. Wir wollen keinesfalls, dass sich eine Familie nur deshalb entscheidet, die Eltern zu Hause zu pflegen, weil sie sich vor den Heimkosten fürchtet. Für junge Familien kann eine solche Regelung ein regelrechter finanzieller Todesstoß sein, für die Älteren ist es ein entwürdigender Rückschritt in die Abhängigkeit," beschreibt der Europawahl-Kandidat die schwierige Situation.

ÖVP-Seniorenbund: Nicht mit uns!

Zu dieser skrupellosen "Idee" hat der ÖVP-Seniorenbund genau eines zu sagen: "Keinesfalls! Daran brauchen Sie nicht einmal zu denken! Gerade jetzt, wo viele Familien gerade in Kärnten angesichts der schwierigen Zeiten einen Sack voller Probleme am Hals haben, werden wir nicht zulassen, dass durch die kurzsichtige unsoziale BZÖ-Politik noch ein weiteres - und zwar gravierendes - hinzukommt!"

Auf uns können sich Seniorinnen und Senioren verlassen!

"Es muss in Österreich möglich sein, menschenwürdig gepflegt zu werden, ohne vorher verarmen zu müssen, und ohne sich als Belastung für die Jungen fühlen zu müssen! Außerdem muss uns das Kärntner BZÖ dringend erklären, warum sich die Abschaffung des Kinderregresses 8 Bundesländer ganz selbstverständlich leisten können, das eine "besondere" Land aber nicht! Kärnten ist wohl wirklich anders...", zeigt sich Becker empört über die Vorgangsweise. "In Oberösterreich zum Beispiel hat der damalige Landeshauptmann und heutige Seniorenbund-Obmann Dr. Josef Ratzenböck den Regress an Kindern UND Ehepartnern im Jahre 1978 (!!!) abgeschafft."

Becker betont abschließend: "Die Menschen müssen sich auf uns verlassen können! Politik muss für Junge und Alte berechenbar und verlässlich sein. Doch das gilt wohl nur noch für die ÖVP!"

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