Neues Volksblatt: "Apell" (von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 9. Mai 2009

Linz (OTS) - "In schwierigen Zeiten: Gemeinsam für Oberösterreich" - dieses Motto des OÖVP-Parteitages ist zugleich auch ein Appell an die anderen Parteien zur Zusammenarbeit, um die derzeitige Wirtschaftskrise zu bewältigen. Jeder - gleich welcher Partei - soll Ideen einbringen, die den Menschen und der Wirtschaft in diesem Land helfen. Freilich, wie die Dinge derzeit liegen, ist zu befürchten, dass dieser Appell bei der SPÖ und Erich Haider ungehört verhallt. Speziell SP-Chef Haider ist, was konkrete Vorschläge und Konzepte zur Meisterung der Krise anlangt, auf dem, was man gemeinhin Tauchstation nennt. Die SPÖ sondert zwar klassenkämpferische Parolen ab, aber wenn es um konkrete Vorschläge geht, wird's still. Und Erich Haider wird vom lauten Populisten zum schweigenden Trappisten (die Mönche im Stift Engelszell mögen mir den Vergleich verzeihen). Den Kampf um die Arbeitsplätze überlässt man anderen. Vielleicht mit dem Kalkül, dass die Wählerinnen und Wähler jenen die Schuld zuschieben werden, die sich in der Krise zu Wort melden und aktiv etwas zur Bewältigung derselben tun. Doch wer so kalkuliert, unterschätzt das Wahlvolk gewaltig - dieses nämlich will Politiker, die Ideen haben und die handeln. Und keine parteipolitischen Zaungäste.

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