Autohersteller stehen unter Strom: Die Elektroautos kommen

30. Internationales Wiener Motorensymposium diskutiert E-Mobilität

Wien (OTS) - General Motors wird Ende 2010 die Serienproduktion
des Chevrolet Volt beginnen, etwa ein Jahr später folgt bei Opel/Vauxhall der Ampera - zwei so genannte Extended-Range Electric Vehicles (E-REVs), die auf dem Elektrotraktionssystem GM Voltec basieren. Dies bestätigte Freitag GM-Vice President Powertrain Daniel M. Hankock beim 30. Internationalen Wiener Motorensymposium in der Wiener Hofburg.

Die Elektrofahrzeuge nutzen eine weiterentwickelte Lithium-Ionen-Batterie und einen elektrischen Traktionsmotor, um einen rein elektrischen Antrieb für bis zu 64 km Reichweite (basierend auf dem europäischen MVEG-Zyklus) zu erreichen. Die Batterie kann am Stromnetz mit 220 Volt aufgeladen werden. Das Voltec Antriebssystem beinhaltet einen elektrischen Generator, der durch einen kleinen Verbrennungsmotor angetrieben wird. Dieser Generator schaltet automatisch ein, um die Reichweite des Fahrzeuges auszuweiten.

Nach Ansicht von GM ist die Reichweite des Fahrzeugs von 64 km bei Vollaufladung für die meisten europäischen und nordamerikanischen Fahrer gut geeignet, da typischerweise deren Tagesfahrstrecke geringer ausfällt. In diesen Fällen schalten Volt und Ampera niemals ihre Onboard-Generatoren zu und produzieren so wenig oder keine Kohlendioxid-Emissionen oder andere Emissionen über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs.

GM-Manager Daniel M. Hankock: "E-REV Fahrzeuge stellen eine Brücke zwischen dem Zeitalter der Verbrennungsmotoren und der zunehmenden Akzeptanz der Elektrotraktion dar, da die elektrischen Energiespeicher effizienter, robuster und kosteneffektiver werden. E-REVs weisen deshalb das Potential auf, einen Umkehrpunkt von dem mehr als 100 Jahre alten Modell der Erdöl-basierenden Kraftfahrzeuge zu einem neuen Modell mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen und niedrigstem CO2 Ausstoß zu markieren. E-REVs werden einen wichtigen und praktikablen Schritt in Richtung der Elektrotraktion des Automobils darstellen."

Hybridautos verlängern das Leben des Verbrennungsmotors

Die vielfach geäußerte Annahme, Hybridfahrzeuge würden auf Sicht den Verbrennungsmotor verdrängen, trifft nach Ansicht des Hybrid-Pioniers Toyota nicht zu. Im Gegenteil: Die Hybridtechnologie bringt nicht das Ende der konventionellen Verbrennungsmotoren, sondern verlängert vielmehr deren Einsatzzeitraum durch die Reduzierung des Verbrauches von fossilen Kraftstoffen. Zu diesem Schluss kam Koei Saga, Managing Officer Toyota Motor Corporation, in seinem Vortrag beim 30. Internationalen Wiener Motorensymposium.

Das Hybridfahrzeug stellt nach Ansicht von Koei Saga einen viel versprechenden Lösungsansatz für sinkende Rohölvorräte und die globale Erwärmung dar. Dies spiegelt sich in wachsender Verbreitung der Hybridtechnologie wieder, die Bremsenergierückgewinnung und andere Funktionen verwendet, um den Kraftstoffverbrauch und damit CO2 zu senken. Koei Saga: "Hybridtechnologie verbessert die Treibstoffeffizienz drastisch. Sie hängt aber heute sehr stark vom Leistungsvermögen des Verbrennungsmotors ab. Aus diesem Grund ist es notwendig, den Verbrennungsmotor immer weiter zu verbessern. Hybridtechologie bedeutet also nicht das Ende des Verbrennungsmotors, sondern verlängert seinen Lebenszyklus."

An dem vom Österreichischen Verein für Kraftfahrzeugtechnik ÖVK veranstalteten 30. Internationalen Wiener Motorensymposium nahmen Donnerstag und Freitag in der Wiener Hofburg 1000 führende Automobilmanager und Motorenexperten teil.

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