Musiol kritisiert Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten

Grüne: Klientelpolitik statt notwendiger Investition in Ausbau von Kinderbetreuung

Wien (OTS) - Daniela Musiol, Familiensprecherin der Grünen, ist angesichts der bekannt gewordenen Details zur Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten verärgert: "Die Grünen haben die Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten von Anfang an kritisiert, da von dieser Maßnahme nur jene profitieren werden, die überhaupt Steuern zahlen. Zudem ändert die Möglichkeit einer Absetzbarkeit nichts an der mangelhaften Kinderbetreuungssituation. Was bringt mir schon die Absetzbarkeit, wenn ich keinen Betreuungsplatz habe? Über Absetzbarkeit sollte man erst diskutieren, wenn der Bedarf aller Familien an Kinderbetreuungsplätzen gedeckt ist".

Gerade aus Verteilungspolitischer Sicht wäre es jetzt notwendig, anstelle von individueller Förderung, die nicht bei allen Kindern in gleichem Ausmaß ankommt, in einen massiven flächendeckenden Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen zu investieren.
Denn um die derzeit 80.000 fehlenden Plätze zu schaffen werden die veranschlagten 70 Mio Euro nicht ausreichen.

"Das derzeitige System der elementaren Bildung kracht an allen Ecken und Enden. Mit der Einführung des Gratis-Kindergarten werden 5-Jährige auf Kosten der Kleinsten Plätze bekommen, PädagogInnen werden künftig mehr Kinder in einer Gruppe betreuen und der Raum pro Kind wird noch geringer werden", erläutert Musiol und weiter:
"Anstatt mehr Kinderbetreuungsplätze zu schaffen und die Qualität der Kinderbetreuung zu verbessern, zieht es die ÖVP-Staatssekretärin vor Klientelpolitik zu machen. Dass die SPÖ den geringen Qualitätskriterien von gerade einmal acht Ausbildungsstunden zugestimmt hat und somit auch Au-pairs und Babysitter absetzbar sind, ist enttäuschend".

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