Bundeskriminalamt zu Kurier-Artikel: Mehr Budget DNA-Analysen als im Vorjahr

Bereits 10.500 schwerste Straftaten und 2.200 Tatortserien geklärt

Wien (OTS) - Die österreichische DNA-Datenbank ist die fünftgrößte der Welt. Jährlich werden in Österreich derzeit durchschnittlich 12.000 DNA-Analysen von Straftätern und 10.000 DNA-Spurenanalysen beauftragt. Alleine in Wien wurden im Jahr 2008 von 4287 Straftätern DNA-Profile erstellt und weitere 3.490 DNA Spurenanalysen beauftragt.

Die Erfolgsquote ist entsprechend hoch. Bislang wurden durch DNA-Treffer in der nationalen Datenbank 10.500 schwerste Straftaten durch Identifizierung der Straftäter geklärt und rund 2.200 Tatortserien erkannt.

Um diesen Erfolgsweg auch für die Zukunft zu garantieren, wurde das Budget für DNA-Analysen erhöht: Waren um Bundesvoranschlag 2008 noch 2,156 Millionen Euro vorgesehen, so sind es für 2009 und 2010 jeweils 2,380 Millionen Euro.

Österreich ist im internationalen Vergleich einer der Staaten, welche der Nutzung von DNA-Analysen zur Klärung von Straftaten sehr hohes Augenmerk zuwendet und dabei auch sehr große Erfolge hat. Die Aufträge von dieser Analysen fallen sowohl in den Aufgabenbereich der Sicherheitsbehörden als auch der Justizbehörden.

Durch die zusätzliche internationale Vernetzung des Prümer DNA-Datenverbundes, dem binnen drei Jahren alle EU-Staaten angehören werden, ist eine weitere Steigerung der Straftatenklärungen feststellbar. In diesem Datenverbund, der maßgeblich von Österreich mitentwickelt wurde, konnten seit Beginn im Dezember 2006 bereits über 6000 DNA-Treffer zu DNA-Profilen in anderen Staaten erzielt werden. Derzeit sind neben Österreich bereits Deutschland, Spanien, Luxemburg, Slowenien und die Niederlande operativ an dieses Verbundsystem angeschlossen.

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