LR Ragger: Kein Subventionen für teuere Streetworker-Verwaltung

Alle Gemeinden werden bei Förderung gleich behandelt!

Klagenfurt (OTS) - "Streetworker sind eine wichtige Einrichtung in der präventiven Jugendarbeit. Aus diesem Grund ist das Land auch bereit, diese Sozialarbeiter freiwillig mit Subventionen zu unterstützen. Das Ziel sollte sein, dass in allen größeren Städten zumindest ein Streetworker tätig ist. Es ergeht daher auch eine entsprechende Einladung an die Bürgermeister von St. Veit und Spittal", erklärt Soziallandesrat Mag. Christian Ragger.

Das Land zahlte im Vorjahr 100.000 Euro für fünf Streetworker in Klagenfurt, aber 175.000 Euro für drei Streetworker in Villach. Diese Ungleichbehandlung ist aus der Sicht Raggers symptomatisch für die Sozialpolitik der früheren SP-Sozialreferentinnen: "Der eine wird gegenüber anderen bevorzugt."

Die Differenz komme deshalb zustande, weil das Land in Klagenfurt 50 Prozent der Personalkosten trägt, aber in Villach 100 % aller Kosten. Die Cofinanzierung habe aber einen wichtigen Sinn. Sie zwinge beide Partner, möglichst effizient zu arbeiten, klärt Ragger auf. Bei den Streetworkern in Villach seien über 20 % der Mittel in unnötige Verwaltungs- und Mietkosten geflossen. 40.000 Euro habe das Land im Vorjahr für die Miete und für die Verwaltung der drei Streetworker gezahlt, kritisiert Ragger.

Die Stadt Villach sei bisher nicht willens gewesen, für die Streetworker ein Büro zur Verfügung zu stellen und die Lohnverrechnung etc. für die drei zu übernehmen. Das müsse das Land teuer bezahlen. "Ich bin aber nicht bereit, Sozialgelder für die Administration einiger weniger Streetworker aufzuwenden", erklärt der Sozialreferent.

Aus diesem Grund führt Ragger eine einheitliche Regelung für alle Kärntner Städte ein: Jede bekommt 50 Prozent der Personalkosten für Streetworker, die sie beschäftigt. Ragger ist überzeugt, dass damit auch der Wille des Sozialreferates zum Ausdruck kommt, einen flächendeckenden Streetworkerdienst aufrecht zu erhalten. Er appelliert an die Stadt Villach, dass auch sie endlich ihren Beitrag für diese wichtige Einrichtung leistet.

Die Aussagen des Villacher Vizebürgermeisters Richard Pfeiler, dass Villach ohnehin bereits genug für Soziales bezahle, könne er nicht ernst nehmen. Denn wenn Pfeiler der Villacher Beitrag für das Sozialwesen zu hoch und zu teuer ist, hätte er in den vergangenen Jahren mit den SP-Sozialreferentinnen diskutieren und ihnen zeigen sollen, wo sie sparen sollten.

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