EU-Wahl: BZÖ Kärnten: "Wir wollen ein Europa der Bürger"

Klagenfurt (OTS) - Im Zuge einer erweiterten Landesparteileitungssitzung in der Klagenfurter Hypo-Alpe-Adria-Arena schwor gestern Landesparteiobmann Uwe Scheuch die Funktionäre auf einen erfolgreichen EU-Wahlkampf ein. "Wir wollen ein Europa der Bürger und Vaterländer, aber keine Union, die in Wirklichkeit Brüssel heißt und von Lobbyisten geprägt ist", so Scheuch. Als "vierblättriges Kleeblatt" solle die BZÖ Regierungsmannschaft mit ihrem geschlossenen, gut vorbereiteten, starken Team erfolgreich sein und wieder Nummer 1 werden. "Wir werden laufen und kämpfen, für unsere Gesinnung, unsere Ideen und unsere Kandidaten", versprach Scheuch.

Mit "Standing Overtions" und begeisterten Applaus wurde die Entscheidung der Parteispitze, den ehemaligen Landtagspräsidenten Jörg Freunschlag zum Kärntner Spitzenkandidaten zu küren, goutiert. Seine Erfahrung, Besonnenheit und Handschlagsqualität als gestandener Freiheitlicher, der 30 Jahre jede Funktion und jeden Schritt mitgetragen hat, seien ausschlaggebend für den Wunsch seinen Freund zur Kandidatur zu bewegen, gewesen, erklärte Scheuch.

Den Blick über die Grenzen zu richten, um Beziehungen und Netzwerke zu bauen, sei ihm immer ein Anliegen gewesen, so Freunschlag. Er sprach sich vehement für die Stärkung der Regionen, für mehr Subsidiarität und für eine Union, die die Bürgerinteressen ernst nimmt, aus. Volksabstimmungen seien abzuhalten, jedoch sehe es derzeit so aus, als habe man Furcht vor dem Bürger. ""Oben werden einsame Beschlüsse gefasst und unten brechen die Fundamente, die Bürger, weg." Es gelte daher die Bürger zurückzuholen, denn diese sind die tragende Säule der Union, so Freunschlag.

Für Bundesspitzenkandidat Ewald Stadler ist die Europäische Union eine "einzige Fehlentwicklung", jedoch wolle man nicht aus der Union austreten. "Wir wollen Europa neu bauen." Es sei keine Demokratie, Völker so lange abstimmen zu lassen, bis das Ergebnis herauskomme, das gewünscht werde, erinnerte Stadler an die Abstimmung der Iren zum Reformvertrag von Lissabon. Stadler ortete in den kritiklosen "EU-Anbetern" seine Hauptgegner im EU-Wahlkampf und warf der Koalition vor, keinen Mut zu haben. Kein einziges Mal habe Österreich, im Gegensatz zu anderen Länden, den Mut gehabt, sein Vetorecht zu nutzen. "Daher werden wir auch in Brüssel nicht ernst genommen", zeigte sich Stadler überzeugt. Mit Vehemenz verlangte Stadler, "die Grenzen wieder dicht zu machen", wenn Länder nicht in der Lage sind, die eigene Kriminalität in den Griff zu bekommen. Der Schengenvertrag würde dies möglich machen.
Das Credo des Spitzenkandidaten: "Österreich zuerst, um dann in Europa etwas weiter zubringen."

Rückfragen & Kontakt:

BZÖ Kärnten

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZK0001