HPV-Impfung: Mühlwerth: Stöger ist Gesundheit von Österreichs Frauen nichts wert

Wien (OTS) - FPÖ-Bundesrätin Monika Mühlwerth richtete heute in der Fragestunde des Bundesrates an Gesundheitsminister Stöger die Frage, ab wann die Übernahme zumindest eines Großteils der Kosten der sehr teuren HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs geplant sei. Die Impfung gegen Humane Papillomaviren (HPV) ist im österreichischen Impfplan 2009 für Kinder und Jugendliche im Alter von 9-17 Jahren enthalten und wird zur Unterbrechung der Infektionskette für Personen beiderlei Geschlechts empfohlen. Die Impfung muss allerdings derzeit privat bezahlt werden. Die Kosten für die 3-teilige Impfung liegen bei ca. 650 Euro. Durch die Impfung kann man sich nur vor den häufigsten krebserregenden HP-Viren schützen, nicht aber vor den anderen, die für etwa 30% der Gebärmutterhalskrebserkrankungen verantwortlich sind. Laut Österreichischer Krebshilfe ist die Wirksamkeit der Impfung bei Buben derzeit nicht erwiesen, aber wahrscheinlich.

Mühlwerth äußerte ihr Befremden über Stögers Antwort. Denn dieser sagte, dass die Impfkosten zu hoch seien und man warten müsse, bis die Pharmaindustrie ihre Preise senke. Außerdem erklärte er, dass die Experten sich nicht einig seien, ob die Impfung wirklich helfe. Für Mühlwerth ist diese Haltung des Gesundheitsministers verantwortungslos. Offenbar wolle Stöger auch weiterhin tatenlos zusehen, anstatt für die leistbare Gesundheit von Österreichs Frauen zu sorgen. Würde man beispielsweise den E-Card-Betrug effektiv bekämpfen, bekäme man die Kosten für die HPV-Impfung rasch herein.

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