"Bei uns gehen fast alle wählen"

Erste Woche der AK-Wahlen in NÖ geht zu Ende

Wien (AKNÖ) - Die erste Woche der AK-Wahlen in Niederösterreich geht langsam zu Ende. Die meisten Wahllokale in Betrieben sperren übers Wochenende zu. Auch wenn seriöse Aussagen über die Wahlbeteiligung nicht möglich sind - in den Wahllokalen hat man sich bisher zufrieden gezeigt.

"Also, bei uns werden fast alle wählen gehen", zeigt sich Herbert Starkl optimistisch. Er ist der Betriebsratsvorsitzende von Leiner und leitet das Wahllokal im Zentrallager der Möbelkette in St. Pölten. Starkl und seine Kollegen Leopold Fischer und Helmut Kaufmann kommen kaum zur Ruhe. Das gilt auch für Wahlbeisitzer Leopold Klauc. Selten müssen die WählerInnen Schlange stehen, aber sie kommen beständig. Seit halb sechs in der Früh. Die meisten kommen zu zweit oder zu dritt. "Das ist wie bei anderen Wahlen. Da geht man auch lieber mit der Familie hin, hier halt mit Kollegen", sagt Renate Weissenbeck, nachdem sie das Kuvert in die Wahlurne geworfen hat. Hinter ihr steht Johann Mayer, der Kollege mit dem sie gekommen ist. "Das ist die erste AK-Wahl, an der ich teilgenommen habe", erzählt er. "Es wissen, alle, worum es geht und dass es wichtig ist", sagt Starkl. "Und natürlich hat es bei uns in den vergangenen Wochen Diskussionen gegeben, die den einen oder anderen motiviert haben, wählen zu gehen".

"Wir haben ja ständig Kontakt zur AK und daher auch ein Interesse an einer starken Kammer", erklärt Starkl, warum er und viele andere BetriebsrätInnen die KollegInnen motivieren, an der Wahl teilzunehmen. Und jeden Betriebsrat und jede Betriebsrätin erfüllt eine hohe Wahlbeteiligung in der Firma mit ein wenig Stolz. "Wir werden die höchste Wahlbeteiligung im Bezirk haben", zeigt sich etwa Manfred Ebenführer optimistisch. Er ist Betriebsratsvorsitzender des Metallbetriebs Busatis in Purgstall an der Erlauf.

Shuttle-Service für ÖBB-Wahllokal

"Ich wähle, weil mir eine starke AK wichtig ist", sagt Christian Plank, als er seinen Stimmzettel in die Wahlurne des ÖBB-Wahllokals für den St. Pöltner Hauptbahnhof wirft. Umbaubedingt ist es gegenüber untergebracht, in der Bezirksstelle der AKNÖ. Wahlleiter Karl Schuhleitner genießt die Minuten Ruhe. "Die Leute von der Bau AG der ÖBB kommen immer busweise", erzählt er. Der Shuttleservice ist notwendig. "Die sind natürlich auf Baustellen in der Umgebung, ohne Bus hätten die kaum eine Möglichkeit zu wählen". Er freut sich schon aufs Wochenende. Dann ist sein Dienst beendet. "Jeden Tag hatten wir hier ab halb sechs offen, bis sechs am Abend. Bei 723 Stimmberechtigten kann man sich vorstellen, was sich da zeitweise abgespielt hat".

Öffentliche Wahllokale am Sonntag geöffnet

Josef Auer wird nicht das ganze Wochenende für sich haben. In seiner AKNÖ-Bezirksstelle in Hollabrunn können diese Woche die WählerInnen des Allgemeinen Wahlsprengels, in deren Betrieb es kein Wahllokal gibt, auch am Sonntagvormittag wählen. Wie in allen 24 Bezirks- und Servicestellen der AKNÖ. Eine der ersten WählerInnen diese Woche war die Gastronomiebedienstete Karla Filipova. Die gebürtige Tschechin schätzt an der Arbeiterkammer, dass sie wichtige Auskünfte unabhängig von ihrer Herkunft bekommt. "Hier kann ich mich als Tschechin kompetent informieren lassen, wenn es um meine Rechte als Arbeitnehmerin geht", sagt sie, während sie den Stimmzettel einwirft.

Erste Ergebnisse am Abend des 18. Mai

Die AK-Wahl dauert bis einschließlich 18. Mai. Wahlberechtigt sind 423.423 AKNÖ-Mitglieder. Etwas mehr als die Hälfte kann direkt im Betrieb wählen. Für alle anderen stehen die AKNÖ-Bezirks- und Servicestellen als öffentliche Wahllokale oder die Briefwahl zur Verfügung. Ein vorläufiges Endergebnis wird für den späten Abend des 18. Mai erwartet.

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