4.800 Inlineskater rollen jährlich ins Krankenhaus

Erfreulicher Trend: Die Zahl der Inlineskater, die ihren Kopf mit einem Helm schützen, hat in den vergangenen Jahren zugenommen.

Wien (OTS) - Rund 4.800 Personen verletzen sich jährlich beim Inlineskaten so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Vor allem Kinder und Jugendliche sind betroffen: Mehr als die Hälfte der Verletzten (56%) ist jünger als 25 Jahre. 87 Prozent aller Unfälle sind Stürze. "Durch die Rollen an den Füßen kann es leicht passieren, dass man beim Inlineskaten das Gleichgewicht verliert. Viele versuchen einen Sturz mit Händen und Armen abzuwehren, weshalb es hier oft zu Knochenbrüchen kommt", sagt Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Knochenbrüche sind die häufigste Verletzungsart: Knapp jeder zweite Verletzte (43%) zieht sich eine Fraktur zu. Mehr als ein Viertel der Verletzten (28%) erleidet Prellungen oder Sehnen- und Muskelverletzungen. Von Verletzungen betroffen sind mit 58 Prozent überwiegend die oberen Extremitäten wie Unterarme, Handgelenke oder Schulter.

Protektoren und Helm reduzieren das Verletzungsrisiko deutlich

Schwere Verletzungen können durch Schutzausrüstung verhindert oder zumindest gemildert werden. "Protektoren an Ellenbogen, Knie und Handgelenken dämpfen den Aufprall bei einem Sturz deutlich. Ein Helm trägt maßgeblich zum Schutz vor Verletzungen bei", empfiehlt Dunzendorfer. Von den in der KfV-Freizeitunfallstatistik erfassten Personen, die sich beim Inlineskaten verletzten, trug 2007 jeder vierte einen Helm, 2003 war es noch jeder 14., der seinen Kopf mit einem Helm schützte. "Im Vergleich zu den Vorjahren können wir einen Anstieg der Helmtragequote beobachten - das ist ein sehr erfreulicher Trend, der sich hoffentlich weiter fortsetzt. Denn wie beim Schifahren und Radfahren reduzieren auch beim Inlineskaten Helme das Risiko einer schweren Kopfverletzung", betont Dunzendorfer. Etwa zehn Prozent aller Verletzungen beim Inlineskaten sind Kopfverletzungen, die mitunter lebensgefährliche Folgen haben können. Wichtig ist, dass man beim Kauf der Schutzausrüstung auf Qualität achtet und sich im Fachhandel beraten lässt.

Brems- und Sturztechniken schützen

Bevor Skater auf öffentlichen Verkehrsflächen über den Asphalt gleiten, sollten sie die richtigen Brems- und Falltechniken kennen. Zum Üben eignen sich am besten geschützte Flächen wie Skaterhallen oder Funparks, wo auch Profis mit hilfreichen Tipps zur Verfügung stehen. "Bremsen will gelernt sein. Denn auf glatten Oberflächen kann man sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen. Kann man das Tempo nicht kontrollieren, ist die Unfallgefahr hoch, da man auf Änderungen der Bodenbeschaffenheit, entgegenkommende Personen oder Fahrzeuge nicht entsprechend reagieren kann", gibt Dunzendorfer zu bedenken. Gelernt werden sollte auch, wie man im Fall eines Sturzes durch richtiges Fallen die Verletzungsgefahr reduzieren kann. Erst wenn die Grundtechniken des Inlineskatens beherrscht werden, kann man auch auf öffentlichen Flächen wie Gehsteigen oder asphaltierten Wegen sicher skaten.

Rückfragen & Kontakt:

Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
Kuratorium für Verkehrssicherheit
Marketing & Kommunikation
Tel.: 05 77 0 77-1906
E-Mail: elisabeth.gerstendorfer@kfv.at
www.kfv.at

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