FP-Ebinger: Gefühlskaltes Wien vernachlässigt Kinder mit Entwicklungsstörungen

Dringender Handlungsbedarf bei kostenlosen Therapieplätzen für Kinder

Wien, 06-05-2009 (fpd) - Immer öfter beklagen Kinderärzte, dass es in Österreich, aber speziell auch in Wien viel zu wenige kostenlose Therapieplätze für Kinder, die an Entwicklungsstörungen leiden, gibt. Diese Entwicklung sei seit langem bekannt. Auch von den Freiheitlichen wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass sich gerade finanzschwächere Eltern diese Therapien nicht leisten können. Die zuständige Wiener Gesundheitsstadträtin reagiert darauf jedoch nur mit der lapidaren Aussage, dass sie dafür nicht zuständig sei, kritisiert heute der Gesundheitssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Mag. Gerald Ebinger.

Monatelange Wartezeiten, Stundenkontingente, etwa bei der Physiotherapie für nur 20 Prozent der betroffenen Kinder - die Liste der Missstände sei eine lange. Da es zudem kaum Therapeuten mit Kassenvertrag gebe, komme es zu enormen Folgekosten, was die Zukunftsaussichten dieser Kinder massiv verschlechtere. Gerade Kinder aus problematischen Familienverhältnissen finden kaum Zugang zu derartigen Therapien. Diesen Zustand würden auch Experten immer wieder kritisieren. Eine Verbesserung der Lage sei aber trotzdem weiterhin nicht in Sicht.

Stadträtin Wehsely rühme sich zwar mit der Erhöhung des Gesundheitsbudgets, diese ist jedoch in erster Linie für den Ausbau von Pflegeeinrichtungen und Spitälern vorgesehen. Ihre Feststellung im Rahmen einer Gesundheitsveranstaltung, wonach "die Frage, ob das Gesundheitssystem finanzierbar ist, primär eine Frage ist, ob man es finanzieren will", müsse für die betroffenen Eltern und Kinder, denen notwendige Therapien nicht bezahlt werden, wie Hohn in den Ohren klingen, so Ebinger.

Hier bestehe dringender Handlungsbedarf! Die zuständige Gesundheitsstadträtin werde daher nochmals aufgefordert, auch wenn sie "formal" unzuständig ist, mit den zuständigen Stellen Verhandlungen aufzunehmen, um den bereits ohnedies benachteiligten Kindern die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen, fordert Ebinger abschließend. (Schluss) hn

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