FP-Ebinger,Gudenus über den Kontrollamtsbericht zum Ronacher-Fiasko

FPÖ-Kritik vollinhaltlich bestätigt

Wien, 05-05-09 (OTS) - Die von der Wiener FPÖ geforderte Überprüfung des Ronachers durch das Kontrollamt bestätigt gravierende Mängel bei Planung und Ausführung. So erfolgte bereits die Ausschreibung des Architektenwettbewerbes mit unzulässigen Einschränkungen und schloss kleinere Architekturbüros von vornherein aus, machen FPÖ-Kultursprecher LAbg. Mag. Gerald Ebinger und LAbg. Mag. Johann Gudenus aufmerksam.

Auch bei der Ausschreibung der Generalmanagementleistungen konnte keiner der Bewerber die Mindesteignungskriterien erfüllen, weshalb das Verfahren widerrufen wurde. Durch die strikte Einhaltung der projektierten Kosten von 34,1 Mio. Euro durch die Vereinigten Bühnen Wien kam es nach der Projektplanung immer wieder zu massiven Änderungen der Baupläne, berichtet Ebinger.

Die Kritik des Kontrollamtes richtet sich dabei vor allem an die mit der Planung und Bauabwicklung befasste Auftragnehmerin, deren Kostenschätzung zu optimistisch war. So lag etwa alleine das Angebot des Bestbieters für die Rohbauarbeiten mit 7,38 Mio. Euro um rund 2 Mio. Euro über der vom Generalplaner geschätzten Summe.

Derartige Fehlplanungen bei den Kosten waren laut Kontrollamt ausschlaggebend, dass mehr oder weniger bedeutsame Abstriche vom geplanten Funktionskonzept vorzunehmen waren. Die Einsparung von Werkstätten wurde mit 624.000 Euro angegeben. Einsparungspotential wurde auch bei der Bühnentechnik gefunden, ebenso wurde die Sanierung der Holzfenster aufgeschoben, erklärt Gudenus.

Dazu stellt das Kontrollamt fest, dass das vorgegebene Ziel der Funktionssanierung nicht in vollem Umfang erreicht wurde und in den nächsten Jahren mit weiteren teuren Sanierungsmaßnahmen zu rechnen ist. Zudem wird bemängelt, dass der geplante Eröffnungstermin schon aufgrund der Komplexität der Sanierung und der zu gering bemessenen Abwicklungsdauer nicht eingehalten werden konnte.

Unverzeihlich ist auch die sechsmonatige Verzögerung bei den baurechtlichen Genehmigungsverfahren, da auch hier die eingereichten Unterlagen mangelhaft waren. Allfällige Bauverzögerungen durch "die Auffindung von "stadtarchäologisch zu untersuchenden Gebäudeteilen" auf die von Seiten des Denkmalamts hingewiesen wurde, fanden überhaupt keine Berücksichtigung.

Weitere Kosten zu Lasten des Steuerzahlers aufgrund der mangelhaften Planung und Kosteschätzung werden für die weitere Sanierung des Ronachers notwendig sein. Das von der SPÖ zu verantwortende Finanzdebakel auf dem Rücken der Wiener Steuerzahler ist also noch nicht zu Ende, warnen Ebinger und Gudenus. (Schluss)am

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