ARBÖ-EAC: Massive Kritik an Sloweniens Wucher-Maut

Ausgerechnet in Krisenzeiten lässt die EU-Kommission die Verbraucher im Stich

Wien (OTS) - Harte Kritik übt der ARBÖ im Verbund Europäischer Automobilclubs (EAC) sowohl an Slowenien als auch an der EU-Kommission: "Nun für eine Monatsvignette genauso viel zu verlangen wie für eine Halbjahresvignette ist eine bodenlose Frechheit. Dieser slowenische Maut-Wucher schreit zum Himmel", heißt es in einer Presseaussendung des EAC, der heute, Dienstag in einem neuerlichen Schreiben den Druck auf die EU-Kommission erhöhte.

Der EAC kritisiert aber auch die Untätigkeit der EU-Kommission in dieser leidigen Angelegenheit. Der zuständige EU-Kommissar hat sich von den Vertretern Sloweniens offnsichtlich monatelang hinhalten lassen, um jetzt tatenlos zuzuschauen, wie kurz vor Beginn der Sommersaison durchfahrenden Touristen auf so einer wichtigen Durchfahrtsroute geradezu Wucher-Mautpreise abgeknöpft werden, bekräftigt der ARBÖ.

Zum Vergleich: Für die Benutzung eines Autobahn- und Schnellstraßennetzes von 349 Kilometer will Slowenien künftig für eine Wochen-Vignette 15 Euro und für eine Monatsvignette 35 Euro verlangen- soviel wie bisher für eine Halbjahresvignette. Österreich verlangt für ein 2100 Kilometer langes Autobahnnetz für eine 10-Tagesvignette 7,70 Euro, für eine Zwei-Monats-Vignette 22,20 Euro und für die Korridorvignette 2 Euro pro Strecke (für die 23 Kilometer langen Abschnitt auf der Rheintalautobahn (A14) zwischen Hörbranz und Hohenems).

Bereits vor einem Jahr (am 20. Mai 2008) hat der EAC medial und speziell auch noch in Brüssel auf die unverhältnismäßig hohe Maut-Belastung für Touristen hingewiesen. Seitdem ist kostbare Zeit verstrichen. "Autofahrer und Autofahrerinnen werden bei den anstehenden EU-Wahlen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Konsequenzen daraus ziehen, dass sie von der EU in Stich gelassen werden. Und das ausgerechnet in Krisenzeiten, wo manche jeden Euro doppelt umdrehen müssen, bevor sie ihn ausgeben können", betont der ARBÖ.

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