Stadtrat Oxonitsch gibt Startschuss für "Campus Nordbahnhof"

Spatenstich für Ganztagesvolksschule und Kindergarten in Wien-Leopoldstadt

Wien (OTS) - Der zweite Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt bekommt einen Bildungscampus. Heute, Dienstag gab Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch beim Spatenstich den Startschuss für das innovative Projekt, das mitten im Stadtentwicklungsgebiet Nordbahnhof entsteht. Die Eröffnung ist für September 2010 geplant.

Inmitten des neuen Stadtteils, direkt am Rudolf-Bednar-Park, werden auf einer Fläche von etwa 14.000 Quadratmetern eine 17-klassige Ganztagesvolksschule und ein 11-gruppiger Kindergarten errichtet. Das Besondere daran: Am "Campus Nordbahnhof" wird ein Public Private Partnership (PPP)-Projekt verwirklicht. Das bedeutet, dass private Vertragspartner - in diesem Fall ein Konsortium aus "PORR Solutions Immobilien- und Infrastrukturprojekte GmbH" und "Bank Austria Real Invest GmbH" - die Bildungseinrichtung nach den Vorgaben der Stadt Wien errichtet, finanziert und instand hält.****

Der Bildungscampus Nordbahnhof vereint eine 17-klassige Ganztagesvolksschule mit 420 Kindern und einen 11-gruppigen Kindergarten mit 250 Kindern "unter einem Dach" und wird damit zu einer gemeinsamen Bildungseinrichtung für 0 bis 10-Jährige. Bis zu 80 pädagogische MitarbeiterInnen werden hier ihren Arbeitsplatz finden. Der Kindergarten- und Schulbetrieb soll 2010 aufgenommen werden.

Bildungscampus: Wien setzt neue Standards

"Die Stadt setzt mit dem Wiener Campusmodell neue Standards im Bildungsbereich, die einzigartig in Österreich sind", betont Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch. "Kindergarten und Schule rücken näher zusammen. Lernen und Freizeit werden in idealer Weise miteinander kombiniert. Der Übergang vom Kindergarten zur Schule wird dadurch erleichtert." Konkret ist der Wiener Campus als ganztägiges Schulmodell konzipiert, wo sich Lerneinheiten mit Freizeitangeboten abwechseln. Das schulische Angebot beginnt um 8 Uhr und dauert bis 15.30 Uhr. Darüber hinaus gibt es Betreuungsangebote für davor und danach von 6 bis 18 Uhr. Der Tagesablauf wird in enger Kooperation zwischen Kindergartenleitung, Schulleitung und Administration festgelegt. "Der neue Bildungscampus bedeutet für den 2. Bezirk eine weitere Verbesserung der Infrastruktur. Vor allem unser neues Stadtviertel wird damit wesentlich aufgewertet!" freut sich Gerhard Kubik, Bezirksvorsteher der Leopoldstadt.

Noch vor dem Nordbahnhof nimmt bereits im Herbst der erste Wiener Schulcampus am Monte Laa seinen Betrieb auf, weitere geplante Standorte für dieses neue Schulmodell sind die ehemaligen Bombardiergründe in Floridsdorf oder die Seestadt Aspern. "Mein Ziel ist, dass künftig jede neue Schule in Wien als Campusmodell realisiert wird", betont Christian Oxonitsch.

Josef Berger, Vorstand der bauausführenden PORR Projekt und Hochbau AG, einer Tochter der PORR-Gruppe, unterstrich in seiner Eröffnungsrede: "Seit nunmehr 140 Jahren baut PORR Bauwerke für Bildung, Forschung und Lehre. Das jüngste Beispiel ist jetzt der Bildungscampus Nordbahnhof. Hier sind wir sehr stolz darauf, dass das komplette Errichtungs- und Dienstleistungspaket als Full-Service-Lösung durch die PORR-Gruppe realisiert wird."

Nordbahnhof: Der Projektablauf

Für das Projekt am Nordbahnhofgelände wurde ein Architekturwettbewerb durchgeführt, den das Büro "Kaufmann Wanas ZT GmbH" für sich entscheiden konnte. Entsprechend weitergeplant, flossen die Entwürfe als Vorgabe in die eigentliche EU-weite PPP-Ausschreibung ein. Aus dieser ging Ende Jänner 2009 das Konsortium "PORR Solutions Immobilien- und Infrastrukturprojekte GmbH und Bank Austria Real Invest GmbH" als Bestbieter hervor, das mit einem ökonomisch wie qualitativ herzeigbaren Gesamtpaket überzeugen konnte.

Im Architekturwettbewerb wurde auch spezieller Wert auf die geschlechterspezifischen Bedürfnisse in der Gestaltung der Räumlichkeiten und insbesondere Freiflächen gelegt. Der Bildungscampus wird auch im Niedrigenergiestandard umgesetzt, dazu wurden mit dem PPP-Partner verbindliche Kennzahlen zum Energiemanagement festgelegt.

PPP: Enges Zusammenwirken von öffentlicher Hand und privatem Know-How

Dem PPP-Gedanken liegt das enge Zusammenwirken von öffentlicher Hand und privatem Know-How über den gesamten Lebenszyklus eines Projekts zugrunde - das bedeutet, dass Errichtung, Instandhaltung und der Betrieb über eine vorher vereinbarte Laufzeit "in einer Hand" liegen. Im vorliegenden Projekt ist dies auf vertraglicher Basis genau geregelt: Die Stadt Wien deckt über ein Pauschalmiet- sowie Facility Managemententgelt das Gesamtleistungsspektrum der Bildungseinrichtung ab. Analog werden die Planungs-, Errichtungs- und Finanzierungskosten der technischen Infrastruktur über Pauschalraten von der Stadt rückgeführt.

Projektdaten:

o Nutzung: Kindergarten und Volksschule o Personenanzahl: 670 Kinder; 80 Personen Personal o Mietfläche: rund 11.000 m2 o Freiflächen: rund 6.500 m2 o Gesamtinvestitionskosten: EUR 38 Mio. (Schule und technische Infrastruktur im Umfeld)

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

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