Journalistengewerkschaft: Pressefreiheit ist unteilbar

Nicht nur physische Bedrohung von Journalistinnen und Journalisten behindert das Recht auf freie Meinungsäußerung

Wien (GPA-djp) - Wachsende Gefahren für die Pressefreiheit ortet die Journalistengewerkschaft in der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp). Bedroht sei das Recht auf freie Meinungsäußerung aber keineswegs nur in Diktaturen, in denen nach wie vor zahlreiche Journalistinnen und Journalisten Opfer von Gewalt und Unterdrückung seien, sondern auch in der freien Welt. Hier sind es vor allem die Folgen der Wirtschaftskrise, die den Druck auf die Medienschaffenden erhöhen. "Eine wichtige Voraussetzung für die Pressefreiheit ist die physische, aber auch die materielle Sicherheit der Journalistinnen und Journalisten", erklärte Franz C. Bauer, Vorsitzender der Journalistengewerkschaft, im Rahmen einer Pressekonferenz der Menschenrechtsorganisation "Reporter ohne Grenzen". ++++

Die Sicherung der materiellen Basis für Journalistinnen und Journalisten und die Absicherung der inneren Meinungsfreiheit in den Redaktionen sei ein vorrangiges Ziel der Gewerkschaft. Im Zusammenhang mit der Berichterstattung über spektakuläre Prozesse forderte Bauer aber auch mehr Sensibilität: "Pressefreiheit darf nicht dazu missbraucht werden, Vorverurteilungen vorzunehmen oder die höchstpersönliche Sphäre von Opfern zu verletzen."

ÖGB, 4. Mai 2009 Nr. 259

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