Vorarlberger Radverkehrsstrategie bringt "frischen Wind"

LR Rüdisser: Land investiert drei Millionen pro Jahr für die Verbessereung der Radinfrastruktur

Hohenems (VLK) - Land und Gemeinden haben eine gemeinsame
Strategie zur Förderung des Alltagsradverkehrs erarbeitet. Damit soll die österreichische Spitzenposition in der Fahrradnutzung weiter ausgebaut werden, informierten Landesrat Karlheinz Rüdisser und der Wolfurter Bürgermeister Erwin Mohr heute, Montag, in einem Pressegespräch in Hohenems.

Insgesamt steht den Radbegeisterten in Vorarlberg ein rund 500 Kilometer langes Wegenetz zur Verfügung. Laut einer aktuellen VCÖ-Untersuchung legen die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger 15 Prozent der Wege an einem Werktag bereits heute mit dem Fahrrad zurück. Österreichweit ist Vorarlberg somit das Bundesland mit dem höchsten Radverkehrsanteil. Trotzdem ist noch großes Ausbaupotenzial vorhanden, rechnete Landesrat Rüdisser vor: "Rund die Hälfte aller Wege, die in Vorarlberg mit dem Auto zurückgelegt werden sind kürzer als fünf Kilometer - könnten also in vielen Fällen sehr gut mit dem Fahrrad bewältigt werden. Der Fokus der Radverkehrstrategie liegt daher auf der Förderung des Alltags-Radverkehrs."

61 Maßnahmen

Die neue Radverkerkehrsstrategie sieht insgesamt 61 Maßnahmen vor - aufgeteilt auf die vier Bereiche Infrastruktur, Kommunikation, Kooperation sowie Innovation und Rahmenbedingungen. Projektkoordiantor Martin Reis führte einige Maßnahmen an:
- Schaffung von "Fahrrad-Autobahnen" (Errichtung eines dichten und durchgängigen Netzes von sogenannten "Landesradrouten" für den Alltagsverkehr),
- Einführung einer landesweit einheitlichen Radwegbeschilderung und der
- Flottenversuch LANDRAD: Analog zum Elektroauto-Projekt
VLOTTE wird in einem Flottenversuch mit 500 elektrisch unterstützten "LANDRÄDERN" untersucht, inwieweit das erwartete Verlagerungspotenzial tatsächlich vorhanden ist.

Kooperation und Unterstützung von Gemeinden

Für eine erfolgreiche Förderung des Radverkehrs ist die Zusammenarbeit von Land und Gemeinden von entscheidender Bedeutung. Die Gemeinden werden dabei ihre Zusammenarbeit über regionale Verbünde intensivieren, kündigte Gemeindeverbands-Vizepräsident Erwin Mohr an - "beispielsweise beim weiteren Ausbau des Radwegenetzes Höchst - Dornbirn." Erfreut zeigte sich Mohr darüber, dass das Land bei Planung, Bau und Unterhalt von Landesradrouten in Zukunft bis zu 70 Prozent der Kosten übernimmt.

Die Radverkehrsstrategie wird morgen Dienstag, 5. Mai um 19.30 Uhr in der Kulturbühne AmBach in Götzis einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Weitere Informationen zur Radverkehrsstrategie sind bei Projektkoordinator Martin Reis erhältlich: T 05572/31202-79, martin.reis@energieinstitut.at

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