WKÖ-Hochhauser: Wirtschaft bekennt sich zur Gleichstellung von Männern und Frauen

Bessere Vereinbarkeit zahlt sich für Betriebe und für Frauen aus - Sensibilisierung vom Kindergarten über die Schule bis hin in die Berufswelt ist das Ziel

Wien (PWK335) - "Die Wirtschaft bekennt sich zur Gleichstellung
von Männern und Frauen und damit zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und wir setzen uns auch aktiv dafür ein", betonte Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), im Anschluss an den von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute, Montag, einberufenen "Runden Tisch" mit den Sozialpartnern und der Industriellenvereinigung, bei dem der Startschuss für die Ausarbeitung eines Aktionsplans zum Thema Gleichstellung am Arbeitsmarkt fiel.

"Frauen sind die Schlüsselarbeitskräfte der Zukunft. Eine bessere Vereinbarkeit ist kein Gnadenakt, sondern sie rentiert sich - für die Frauen und die Betriebe", so Hochhauser. "Viele Unternehmen wissen schon jetzt: Wenn sie erfolgreich sein wollen, dann müssen sie auf die Frauen setzen, und das tun sie auch." Diese Positivbeispiele gelte es als best practice für andere Betriebe vor den Vorhang zu holen.

Daneben seien weitere Schritte notwendig, um praktische Ungleichbehandlungen zu vermeiden und die nach Berücksichtigung von Faktoren wie Beschäftigungsquote, Teilzeit, Bildung, Berufserfahrung und Familienstand verbleibenden Einkommensunterschiede abzubauen.

An erster Stelle gehe es darum, bei der Ausbildungs- und Berufswahl von Mädchen und Buben so früh wie möglich berufsbezogene Geschlechterstereotypen abzubauen, sagte die WKÖ-Generalsekretärin. Die Erfahrungen aus Sensibilisierungsprogrammen, die seit Jahren erfolgreich laufen - und von der WKÖ aktiv unterstützt werden -, müssten gebündelt und ein stringentes Angebot für alle Altersgruppen und Schultypen geschaffen werden.

"Wir brauchen eine breit angelegte Bildungs- und Berufsinformationsoffensive, die bereits in der Volksschule startet und bis in die Berufswelt hineinreicht", forderte Hochhauser. Wichtig sei, auch die Eltern einzubeziehen, denn 70 Prozent der Berufsentscheidungen fallen aufgrund von Empfehlungen im privaten Umfeld.

Einen zweiten Schwerpunkt - gerade auch um mehr Frauen in Führungsetagen zu bringen - sieht die WKÖ-Generalsekretärin in der Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. "Es geht um eine flächendeckende Kinderbetreuung in allen Altersgruppen - und zwar auch in Randzeiten und nicht nur in der Stadt. Nur wer sein Kind gut betreut weiß, hat eine echte Chance, Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen und längere Berufsunterbrechungen zu vermeiden", so Hochhauser, die sich abschließend zuversichtlich zeigte, dass "bei einer konstruktiven Zusammenarbeit aller Beteiligten die Weichen im Sinne einer Sensibilisierung für mehr Chancengleichheit und einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestellt werden können." (SR)

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