Kickl: Magna: "Freiwilliger" Lohnverzicht ein bedenkliches Signal

Wie ist es möglich, dass einerseits die Konten von Magna gut gefüllt sind und andererseits die Mitarbeiter des Automobil-Zulieferers nun zum Handkuss kommen?

Wien (OTS) - "Der europaweite Lohnverzicht der Magna-Beschäftigten ist ein äußerst bedenkliches Signal", erklärte heute FPÖ-Arbeitnehmersprecher NAbg. Herbert Kickl. Bei solchen Maßnahmen sitze die Unternehmensführung immer am längeren Ast. Zu befürchten sei außerdem, dass durch dieses Beispiel der Druck auf die Arbeitnehmer angesichts der Wirtschaftskrise noch weiter zunehmen werde. Denn das Wort "freiwillig" sei in solchen Fällen, wo es im Grunde um Abhängigkeitsverhältnisse gehe, immer mit Vorsicht zu genießen, so Kickl weiter.

Einmal mehr werde damit in der Krise einseitig bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eingespart, während in den Manageretagen nur Alibi-Solidarität geübt werde. Es sei mehr als eigenartig, dass über 80 Prozent der Belegschaft bei Magna zu Lohnkürzungen bereit seien, obwohl das Unternehmen auf der anderen Seite offenbar in Übernahmeverhandlungen bezüglich des angeschlagenen Opel-Konzerns stehe. Zudem sei ein Interview mit Frank Stronach in der "Kleinen Zeitung" mehr als entlarvend. Darin sage Stronach unter anderem: "Magna ist eine sehr gesunde Firma, wir haben ungefähr 1,5 Milliarden Dollar Bar-Reserven auf der Bank". Von unbedingten Notwendigkeiten wie einem "freiwilligen" Lohnverzicht könne also kaum die Rede sein. "Bei dieser Frage geht es allgemein aber vor allem darum, dass nicht die österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer alleine bei der Bewältigung der Krise zum Handkuss kommen", schloss Kickl.

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