Zinggl: "Fritz Muliars Zivilcourage war beispielgebend"

Grüne würdigen den kompromisslosen Antifaschismus des Volksschauspielers

Wien (OTS) - "Was an Fritz Muliar sofort auffiel, war sein unglaublicher Sprachwitz", erinnert sich der Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl. "Die gezielten Pointen, die er im ORF-Stiftungsrat häufig setzte, garantierten die Distanz zu den üblichen Streitereien um politisches Kleingeld."
Seine "Goschn" wäre Muliar beinahe zum Verhängnis geworden: Die Nazis verstanden in dieser Hinsicht nämlich keinen Spaß und verurteilten Muliar wegen "wehrkraftzersetzender Äußerungen" zu fünf Jahren Zuchthaus. Aus diesen Erfahrungen, vermutet Zinggl, speiste sich wohl auch Muliars Zivilcourage, sein unerschrockenes Auftreten gegen jegliches Wiederaufflackern des Nationalsozialismus. "Zwar endete die Klage von Walter Seledec, den er im Zusammenhang mit den Debatten um den Naziflieger Walter Novotny als "Arschlecker der damaligen Zeit" bezeichnet hatte, mit einem Vergleich, aber Muliar ließ sich das Maul eben nicht verbieten", meint Zinggl. "Und so war der "Brave Soldat Schwejk" in mehr als einer Hinsicht die Rolle seines Lebens."

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