Bayr: Entwicklungszusammenarbeit ist kein entbehrlicher Luxus

Internationalen Verpflichtungen in der Entwicklungszusammenarbeit ist nachzukommen

Wien (SK) - Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, betont angesichts der jüngsten Äußerungen des freiheitlichen europapolitischen Sprechers Johannes Hübner die Wichtigkeit einer aktiven Entwicklungszusammenarbeit, die über bloße Katastrophenhilfe hinausgeht und zum Wohle letztlich aller Menschen auf verbesserte Lebensbedingungen in den Ländern des Südens abzielt. "In einer globalisierten Welt sind wir alle davon betroffen, wenn Hunderte von Millionen Menschen hungern und unter menschenunwürdigen Umständen ihr Dasein fristen", ist Bayr überzeugt, "denn auf direktem oder indirektem Wege kommen deren Probleme auch zu uns und es wäre eine kurzsichtige Annahme, wenn wir meinten, wir könnten uns davon abschotten!" ****

"Wir können es uns gar nicht leisten, jetzt Einsparungen bei den Ärmsten zu machen", unterstreicht Bayr, "sowohl im Inland als auch weltweit ist es ein Gebot der Vernunft, die Menschen zu unterstützen, die aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise unverschuldet in noch größere Schwierigkeiten geraten sind, als sie es durch skrupellose Profitgier von Wenigen schon gewesen sind. Es gilt jetzt vermehrt in Armutsbekämpfung, Bildung, Gesundheit, Energieversorgung und Klimaschutz zu investieren, damit wir gemeinsam die weltweite Krise so rasch wie möglich überwinden können!"

Ein Ausspielen verschiedener Politikbereiche lehnt Bayr aus den genannten Gründen vollkommen ab und verweist auf die Notwendigkeit, auch und gerade in Zeiten der Krise den international eingegangenen Verpflichtungen von Entwicklungshilfezahlungen nachzukommen. "Wir haben im Jahr 2008 unsere offiziellen Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit um 14 Prozent gegenüber 2007 gekürzt. Die aktuellen Budgetierungen der Entwicklungszusammenarbeit lassen befürchten, dass die Bilanz am Ende des Jahres einen noch stärkeren Rückgang in diesem Bereich zeigen wird. Hier nochmals den Sparstift ansetzen zu wollen, wie es die FPÖ vorschlägt, ist unverantwortlich und politisch nicht nachvollziehbar - im Gegenteil sind wir nach wie vor aufgefordert, unseren internationalen Verpflichtungen nachzukommen und bis 2015 die zugesagten 0,7 Prozent vom Bruttonationaleinkommen tatsächlich aufzubringen!" (Schluss) ps

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