AK-Wahl Kärnten: FSG sichert ihre Zweidrittelmehrheit klar ab

ÖAAB verliert Vorstandssitz, ein Kammerrat für FA, BZÖ legt zu, Grüne konstant

Kärnten (OTS) - Bei der Arbeiterkammer-Wahl in Kärnten haben die Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen (FSG) mit ihrem Spitzenkandidaten Günther Goach ihre Zweidrittelmehrheit klar abgesichert. Mit 66,8 Prozent der Stimmen bleiben die Sozialdemokraten die mit Abstand stimmen- und mandatsstärkste Fraktion in der AK, obgleich sie Abstriche gegenüber 2004 in der Höhe von 5,2 Prozent in Kauf nehmen mussten. Aufgrund des vorläufigen Wahlergebnisses werden die Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen weiterhin neun Vorstandssitze und drei Vizepräsidenten innehaben, in der Vollversammlung allerdings zwei Mandate verlieren und künftig 49 statt 51 Kammerräte stellen.

Nicht mehr im Vorstand der Arbeiterkammer vertreten sein wird hingegen der ÖAAB-Christliche Gewerkschafter. Er erzielte mit seiner Spitzenkandidatin Annemarie Adlassnig 6,6 Prozent der Stimmen. Das ist ein Verlust von 1,7 Prozent und das bisher schlechteste Ergebnis des ÖAAB bei AK-Wahlen in Kärnten. Damit verliert der ÖAAB zwei seiner bisher sechs Mandate in der Vollversammlung und seinen Sitz im AK-Vorstand.

Die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) erzielten mit Listenführer Bernd Brandner 2,7 Prozent der Stimmen und erreichten damit ihr Ziel, in die Vollversammlung der AK mit einem Mandat einzuziehen.

Das Bündnis Zukunft-BZÖ, das bei der letzten Wahl unter dem Namen Freiheitliche Arbeitnehmer kandidiert hatte, verbesserte mit Spitzenkandidat Manfred Mischelin sein Ergebnis von 2004 von 16,2 auf 20 Prozent. Damit ist das BZÖ künftig mit 14 statt elf Sitzen in der Vollversammlung vertreten und mit zwei Mandataren im Vorstand.

Annähernd ihr Ergebnis aus dem Jahr 2004 erreichten die Grünen&Unabhängigen GewerkschafterInnen mit 3,4 Prozent unter Spitzenkandidatin Daniela Deutsch. Damit sind die Grünen weiterhin mit zwei Sitzen in der Vollversammlung vertreten.

Der Gewerkschaftliche Linkblock mit Karin Peuker erreichte 0,5 Prozent und verfehlte damit abermals einen Sitz in der Vollversammlung.

In Mandaten lautet die künftige Verteilung der 70 Sitze in der AK-Vollversammlung: FSG 49, Freiheitliche Arbeitnehmer 1, ÖAAB 4, BZÖ 14 und Grüne 2.

Die Wahlbeteiligung in Kärnten beträgt 44 Prozent (2004: 51,48 Prozent). 155.336 Arbeitnehmer waren wahlberechtigt, um rund 15.400 mehr als bei der letzten AK-Wahl. 66.409 AK-Mitglieder konnten in einem öffentlichen Wahllokal oder per Brief wählen. 88.927 Kärntner Arbeitnehmer waren direkt im Betrieb wahlberechtigt. Die angespannte Arbeitsmarktlage sei diesmal die größte organisatorische Herausforderung gewesen, betont Wahlleiter Dr. Winfried Haider. Durch fast 6.400 Arbeitslose mehr als im Vorjahr, nahezu 6.000 Beschäftigte in Kurzarbeit, Konkurse und Kündigungen sei es schwierig gewesen, viele Arbeitnehmer zu erreichen.

Das endgültige Ergebnis der AK-Wahl in Kärnten wird nach Auszählung aller Wahlkarten am Montag, dem 4. Mai, feststehen.

Vorläufiges Wahlergebnis

AK-Wahl Kärnten 2009 Prozent Mandate FSG 66,8(-5,2) 49(-2) FA 2,7(--) 1(--) ÖAAB 6,6(-1,7) 4(-2) BZÖ 20,0(+3,8) 14(+3) Grüne 3,4(+0,2) 2(2) GLB 0,5(+0,1) 0(0)

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