Bruno Hubl als Abt des Stiftes Admont wiedergewählt

Er hatte im März seinen Rücktritt angeboten

Graz, 30.04.2009 (KAP) Das Stiftskapitel des Benediktinerstiftes Admont hat den im März zurückgetretenen bisherigen Abt Bruno Hubl erneut zum Abt gewählt. Die Wahl von Hubl erfolgte bereits am Montag. Nach einer dreitägigen Bedenkzeit nahm er das Amt an. Bei einem festlichen Gottesdienst am Donnerstag gab der Abtpräses der Österreichischen Benediktinerkongregation, Clemens Lashofer, Wahl und Entscheidung Hubls bekannt.

Abt Hubl dankte in einer kurzen Ansprache allen Mitbrüdern für das große Vertrauen und bat auch weiterhin alle Mönche und Mitarbeiter um eine gute Zusammenarbeit. "Mein Rücktritt war ernst gemeint, ich wollte der weiteren Entwicklung unseres Hauses nicht im Wege stehen", sagte der Abt. Das Votum der Mitbrüder habe ihn dann aber doch dazu bewegt, das Amt nochmals anzunehmen. Hubl: "Gerne bin ich bereit, mit ihrer Hilfe am Aufbau der Zukunft mitzuwirken und meine Kräfte in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen."

Prälat Hubl war und ist der 67. Abt des Admonter Klosters. Er wurde 1947 in Oberösterreich geboren. 1965 trat er in Admont in den Benediktinerorden ein. Vier Jahre später legte er die feierliche Profess ab. 1971 empfing er die Priesterweihe. 1978 wurde Hubl im Alter von 31 Jahren zum damals jüngsten Prior eines österreichischen Stifts ernannt. 1996 wählten ihn seine Mitbrüder zum Nachfolger von Abt Benedikt Schlömicher. Im März 2009 gab Hubl seinen Rücktritt bekannt, der mit 27. April mit der Wahl eines neuen Abtes "wirksam" wurde.

In der bisherigen Amtszeit Abt Hubls wurde das Stift umfassend restauriert und modernisiert. U.a. schuf man einen neuen Museumskomplex und baute das Pflegeheim am Frauenberg an der Enns aus. In Graz entstand das Studentenwohnheim "Haus der Begegnung", in Admont wurde das Stiftsgymnasium erweitert. Auch die in Admont untergebrachte größte Klosterbibliothek der Welt erstrahlt nach einer vierjährigen Restaurierung in neuem Glanz. 2008 zählte man mehr als 85.000 Besucher allein in Bibliothek und Museum. Die Gesamtbesucherzahl des Stiftes wird auf jährlich rund 200.000 geschätzt.

Prälat Hubl leitete mehrere Jahre hindurch auch die Superiorenkonferenz der steirischen Orden und gehört dem Priesterrat der Diözese Graz-Seckau an. Als Präsidiumsmitglied der österreichischen Benediktinerkongregation trägt er die Verantwortung für das Kolleg St. Benedikt, dem Studienhaus des Ordens in Salzburg. Bei der "Grazer Wechselseitigen Versicherung" ist er Vizepräsident des Aufsichtsrates.

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