WKÖ-Schelling: Erweiterung macht EU größer, stärker, dynamischer und kulturell reicher

Außenminister Spindelegger betont bei WKÖ-Europatag Bedeutung der neuen EU-Länder für Österreichs Wirtschaft - nun Chancen in Donau- und Schwarzmeerraum nützen

Wien (PWK333) - Die Bedeutung der EU-Erweiterung nach Mittel- und Osteuropa für die österreichische Wirtschaft und die Einheit Europas betonte Hans Jörg Schelling, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich des heutigen Europatages der WKÖ, der zum Thema "5 Jahre EU-Erweiterung: Cashregion oder Crashregion?" stattfand und an dem neben Außenminister Michael Spindelegger etwa auch Finanzstaatssekretär Andreas Schieder und der österreichische Europaparlamentarier Paul Rübig teilnahmen. "Damit ist die historische Einheit Europas endlich wiederhergestellt. Die EU ist nun nicht nur größer, stärker und dynamischer, sondern auch kulturell reicher", stellte Schelling fest.

"Die Erweiterung hat zu einem starken Wirtschaftsaufschwung und zu einem höheren Lebensstandard in den neuen Mitgliedstaaten geführt, wovon auch die ‚alten‘ Mitgliedstaaten - und da insbesondere Österreich - profitiert haben: In Form von neuen Export- und Investitionsmöglichkeiten, aber auch weil Demokratie, Stabilität und Sicherheit auf dem gesamten europäischen Kontinent unterstützt und gefördert wurden", so Schelling. Europa sei aus Sicht der Wirtschaft ein wichtiges Wirtschaftsprojekt, es sei aber auch ein gewaltiges Friedensprojekt. "Und ohne Frieden keine Wirtschaft."

Dieser erfolgreiche Weg dürfe nicht aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Turbulenzen in Frage gestellt werden. Auch für die mancherorts geäußerte Kritik am Engagement der österreichischen Wirtschaft in Osteuropa zeigte Schelling kein Verständnis: "Wir sind stolz, dass die österreichischen Unternehmen mit dem ersten Tag des Falls des Eisernen Vorhangs die Chancen in diesen Ländern genutzt haben."

Auf die positiven Folgen der Erweiterung für Österreich ging auch Außenminister Spindelegger ein: "Mit der EU-Osterweiterung haben wir die Spaltung unseres Kontinents überwunden. Österreich ist dadurch wieder in die Mitte Europas gerückt." Die Erweiterung war und sei für alle EU-Länder, die "alten" und die "neuen", eine win-win-Situation. Mittel- und Osteuropa sei eine bedeutende Stütze für die österreichische Exportwirtschaft, und daran werde sich auch in Zukunft nichts ändern. "Trotz der aktuellen Probleme werden diese Länder auch in Zukunft stärker wachsen als die ‚alte‘ EU."

Gerade die Wirtschaftskrise habe zudem gezeigt, wie sehr Österreich die Verankerung in einer starken Gemeinschaft nützt, so der Außenminister. Als größter integrierter Wirtschaftsraum mit rund 500 Millionen Einwohnern könne die EU auch auf der Weltbühne immer stärker Themen vorgeben, meinte Spindelegger und nannte als Beispiele den Klimaschutz und die im Rahmen der G20 diskutierten Regeln für die internationalen Finanzmärkte.

Für die Zukunft sollte laut Spindelegger vor allem zwei Regionen besonderes Augenmerk geschenkt werden - dem Balkan sowie langfristig dem Donau-/Schwarzmeerraum. An den Ländern entlang der Donau gebe es noch große Chancen, weshalb sich Österreich innerhalb der EU für eine umfassende Donaustrategie stark machen werde und vom EU-Gipfel im Juni 2009 auf entsprechende Signale erwarte. (SR)

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