Immobilienwirtschaft fordert verstärkte Investitionsanreize

Kritische Analyse der aktuellen Politik aus Sicht des ÖVI

Wien (OTS) - "Das Konjunkturförderprogramm der Bundesregierung ist bei weitem nicht ausreichend, analysiert MMag. Anton Holzapfel, Geschäftsführer des Österreichischen Verbandes der Immobilientreuhänder die aktuelle Situation. Das im Konjunkturprogramm angegebene Maßnahmenpaket bietet Sanierungs-Förderungen vor allem für einzelne Häuslbauer, Mieter und Wohnungseigentümer. "Eine sinnvoll koordinierte, effiziente und ressourcensparende Vorgangsweise wird damit torpediert" kritisiert Anton Holzapfel. Nicht der einzelne Wohnungseigentümer, sondern die Wohnungseigentümer-Gemeinschaften sind im Regelfall für die Instandhaltung der allgemeinen Teile wie Dächer, Mauern, Fenster etc. zuständig. Einzelne Wohnungseigentümer können daher diese Mittel gar nicht in Anspruch nehmen.

Völlig einig ist man sich innerhalb der Immobilienwirtschaft auch, dass die Höhe der zur Verfügung gestellten Mittel nicht ausreicht. Unterstützung bei dieser Analyse erhält der ÖVI von prominenter Wirtschaftsforscherseite: Paul Schulmeister hat jüngst in einem Beitrag eine Verzehnfachung der Aktivitäten des Bundes in diesem Bereichgefordert, um wirklich eine Konjunkturbelebung zu erreichen. Die erwarteten positiven Effekte für die Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft sind ansonsten nur marginal, betont der Geschäftsführer des ÖVI.

Auf völliges Unverständnis stößt die schließlich die aktuelle Politik der Regierung, die ausgerechnet der viel gepriesenen Konjunkturlokomotive, der Bundesimmobiliengesellschaft, in massiver Weise Liquiditätsmittel entzieht. "Paradox ist, dass man mit einer Scheinlösung der Schuldebatte in Wahrheit große Probleme auslöst anstatt sie zu lösen", so Anton Holzapfel. Der Bundesimmobiliengesellschaft werden Mittel aus dem laufenden Budget entzogen, die zB in dringend notwendige Erhaltungsarbeiten an Schulen und öffentlichen Gebäuden fließen würden. Investitionen werden damit verhindert, und damit eins zu eins eine große Anzahl potentieller Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft

Der ÖVI fordert die Bundesregierung auf, diese Politik zu überdenken. "Gemeinsam mit dem Europäischen Bauträgerverband UEPC werden wir in den kommenden Wochen die Situation in anderen europäischen Ländern nach best practice analysieren und konkrete Vorschläge einbringen" ergänzt Holzapfel abschließend.

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MMag. Anton Holzapfel
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