AUGE/UG Niederösterreich zu geplanter VOR-Tariferhöhung: "Schluss mit PendlerInnen-Schröpfung!"

Benzinpreise anhaltend niedrig, Öffi-Preise sollen erhöht werden: "Dümmer geht’s nimmer!"

Wien (OTS) - "Die Benzinpreise sind niedrig wie schon lange nicht mehr, und der Verkehrsverbund Ost Region (VOR) kündigt eine Tarifpreiserhöhung für Zeitkarten an. Das ist wieder eine saftige Watschn für alle umweltfreundlichen PendlerInnen. Dümmer geht’s wohl nimmer," kritisiert Stefan Taibl, Spitzendkandidat der AUGE/UG Niederösterreich. "Die PendlerInnen sollen offensichtlich für hunderte-Millionen-Euro-schwere Spekulationsverluste und millionenschwere Boni und Abfertigungen bei den ÖBB aufkommen. Zugausfälle, Verspätungen, Fahrplanverschlechterungen, mangelnder Schlechtwetterschutz an den Bahnhöfen: schlechter werdende Qualität zu höheren Preisen. Das ist an Zynismus und Unverfrorenheit nur noch schwer zu überbieten," empört sich Taibl. "Es braucht eine Entslastungsoffensive für umweltfreundliches Pendeln. Wer Tariferhöhungen sät, wird noch mehr Autoverkehr ernten. Und das in einer ökologisch ohnehin belasteten Region, wo das motorisierte Verkehrsaufkommen zurückgedrängt werden muss."

Kritik kommt von Taibl auch an der FSG-dominierten niederösterreichischen AK: "Es reicht wohl wirklich nicht, die öffentliche Hand aufzufordern, die Erhöhungen zumindest zeitlich beschränkt auszusetzen. Das ist eine defensiv ausgerichtete Position, die wohl vor allem darin begründet ist, dass die für die ÖBB zuständige Infrastrukturministerin aus der SPÖ kommt. Und das 'rote' Wien als glorreiches Beispiel für Tarifgestaltung heranzuiehen, entbehrt nicht einer gewissen Komik," kommentiert Taibl die heutige Presseaussendung von AK-Präsidenten Staudinger und erinnert an die kräftigen Tariferhöhungen bei den Wiener Linien 2007. "Wir wollen dass umweltfreundliche Mobilität erleichtert und gefördert wird. Das heißt ganz klar: keine Tariferhöhung, die steuerliche Absetzbarkeit von Monats- und Jahreskarten, pendlerInnenfreundliche Fahrpläne und massiver Ausbau und Beschleunigung öffentlicher Verkehrsmittel -sowohl rund um Wien, als auch in den ländlichen Gebieten. Mit dem Kaputtsparen des öffentlichen Verkehrs sowie dem Schröpfen von PendlerInnen muss endlich Schluss sein!"

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