Grüne Wien kritisieren fehlendes PraktikantInnenausbildungsgesetz

Grüner Erfolg im Wiener Gemeinderat: Gemeinsame Resolution mit allen Parteien

Wien (OTS) - "Ein eigenes PraktikantInnenausbildungsgesetz ist längst überfällig, deshalb haben wir im Gemeinderat einen Resolutionsantrag eingebracht. Alle Parteien haben der Resolution zugestimmt, jetzt liegt der Ball bei der rot-schwarzen Bundesregierung", so Claudia Smolik, Wissenschaftssprecherin der Grünen Wien. Weil soziale und arbeitsrechtliche Mindeststandards für Praktika fehlen, ist Unterbezahlung, Gratisarbeit und Ausbeutung von tausenden Studierenden Tür und Tor geöffnet. Die Wiener Grünen brachten daher einen Antrag im gestrigen Gemeinderat ein, der dem Bund zum Handeln auffordert. Smolik: "Praktika sollen der Ausbildung dienen. Der Zweckentfremdung der Beschäftigungsform Praktikum muss per Gesetz ein Riegel vorgeschoben werden."

Auf Wiener Ebene sieht Smolik ebenfalls Handlungsbedarf. Sie fordert ein Mindesteinkommen für PraktikantInnen bei der Stadt Wien von 800 Euro netto pro Monat und zusätzliche Mittel durch die Stadt, um Praktika bei NGOs qualitativ abzusichern. Smolik: "Wer bis zu 40 Stunden pro Monat als PraktikantIn für ein Unternehmen, eine NGO oder den öffentlichen Dienst arbeitet, sollte sich auf ein Mindestmaß an Leistungsabgeltung verlassen können."

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