Hundstorfer: Verbessern Chancen der Menschen am Arbeitsmarkt

Auswirkungen der Krise so gering wie möglich halten

Wien (BMASK) - "Die Situation am Arbeitsmarkt ist leider sehr angespannt. Durch die Weltwirtschaftskrise ist auch die österreichische exportorientierte Wirtschaft stark in Mitleidenschaft gezogen worden und viele Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen verlieren wie überall auf der Welt ihre Arbeitsplätze", sagte Sozialminister Rudolf Hundstorfer Donnerstag zur steigenden Arbeitslosigkeit. In dieser für viele Menschen äußerst schwierigen Situation werde von Seite der Bundesregierung alles unternommen, um die Chancen der Menschen am Arbeitsmarkt zu verbessern", so Hundstorfer. ****

"Die Menschen, die derzeit keine Beschäftigung haben, wollen lieber heute als morgen wieder arbeiten. Sie befinden sich unfreiwillig in Arbeitslosigkeit. Sie verdienen daher auch jede Unterstützung, um wieder eine Anstellung zu finden", unterstrich der Minister. "Es wird für all jene, die ihre Arbeit verloren haben kein rechter Trost sein, aber sehr viele von ihnen werden in den nächsten Wochen und Monaten wieder eine Beschäftigung finden. So haben im März rund 74.000 zuvor arbeitslose Menschen wieder eine Anstellung gefunden. Die durchschnittliche Verweildauer in der Arbeitslosigkeit ist nach wie vor unter drei Monaten und die Langzeitarbeitslosigkeit ist trotz der Krise leicht gesunken", verdeutlichte der Sozialminister.

Von Seiten der Politik werde zudem soviel Geld zur Dämpfung der Arbeitslosigkeit investiert und so viele Anstrengungen unternommen wie nie zuvor, sagte der Minister. "Durch die Kurzarbeit retten wir zehntausende Arbeitsplätze, durch die Infrastrukturoffensive im Rahmen der Konjunkturpakete werden weitere tausende Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten, im Sozial- und Gesundheitswesen wurden über 12.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und durch die Lohnsteuersenkung wird die Kaufkraft gestärkt. Das hat dazu beigetragen, dass über 3.000 Arbeitsplätze im Handel geschaffen wurden. Das Arbeitsstiftungswesen wird so stark wie noch nie ausgebaut und durch die Fachkräfteoffensive werden so viele Arbeitslose wie nie zuvor in Ausbildung gebracht", so Hundstorfer.

Die Mittel - heuer werden alleine für die aktive Arbeitsmarktpolitik 1,3 Milliarden Euro ausgegeben - seien gut investiertes Geld. Durch die Höherqualifizierung verbessern sich die Chancen einen Job zu finden, deutlich, unterstrich Hundstorfer. So haben beispielsweise vor kurzem 14 Kursteilnehmer eine vom AMS finanzierte Facharbeiterintensivausbildung in Wien als Mechatroniker beendet. 12 davon haben innerhalb von Tagen einen Job gefunden, die restlichen zwei absolvieren gerade Bewerbungsgespräche. "Diese Menschen waren zuvor arbeitslos und hatten bloß einen Pflichtschulabschluss. Die Vermittlungsquote nach derartigen Qualifizierungsmaßnahmen liegt bei 70 Prozent", betonte Hundstorfer.

"Die Krise wird noch länger dauern und die Arbeitslosigkeit wird hoch bleiben, doch niemand soll sich entmutigen lassen, denn in den meisten Fällen ist innerhalb weniger Wochen oder Monaten mit einer neuen Anstellung zu rechnen. Wir werden alles tun, um die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise zu dämpfen und fordern die Unternehmen auf, aus dem großen Potenzial der Arbeitswilligen zu schöpfen", schloss Hundstorfer.

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