Volkshilfe Weidenholzer zum 1. Mai: Sozialpolitik muss in die Champions League

Volkshilfe Präsident Josef Weidenholzer fordert stärkere europäische Sozialpolitik

Wien (OTS) - Den 1. Mai nimmt Volkshilfe Präsident Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer zum Anlass, auf die Rechte von ArbeitnehmerInnen hinzuweisen und insbesondere jene verstärkt in den Blickpunkt zu rücken, die trotz Arbeit nicht genug zum Leben haben.

Angesichts der Finanzkrise, im Zuge derer immer mehr Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren oder sich mit Kurzarbeit konfrontiert sehen, ist für Weidenholzer eine europäische Sozialpolitik notwendiger denn je: "78 Millionen Menschen leben in der Europäischen Union an der Armutsgrenze, 6% aller Angestellten und 17% aller freien DienstnehmerInnen in der EU sind so genannte >Working Poor<. Dieses Phänomen gibt es in allen europäischen Ländern, leider auch bei uns. Alleine in Österreich haben 230.000 Menschen trotz Arbeit nicht genug zum Leben." Notwendig wären in allen europäischen Ländern Mindestseinkommensmodelle, die sowohl Mindestlöhne als auch ausreichende soziale Absicherung bei Arbeitslosigkeit beinhalten.

"Sozialpolitik spielt leider immer noch in der Landesliga. Das merkt man auch daran, dass sozialpolitische Anliegen schneller verschoben werden als andere", bedauert Weidenholzer. In Österreich wurde zuletzt die Umsetzung der Bedarfsorientieren Mindestsicherung verzögert. Ihre Einführung 2010, wie von Sozialminister Rudolf Hundstorfer kürzlich im Rahmen des von der EU geförderten Projekts "Aurora - neue Wege gegen Armut" verkündet, wird von Weidenholzer begrüßt: "Jedes Monat, das die Mindestsicherung später kommt, ist für viele Menschen ein Monat mehr in ihrem oft aussichtslos erscheinenden Kampf gegen die Armut."

Der Präsident der Volkshilfe unterstreicht den dringenden Handlungsbedarf: "Wenn sich nicht schnell etwas ändert, dann werden wir nicht mehr nur diskutieren, dass es keine Europäische Armutspolitik gibt, sondern wie wir mit sozialen Unruhen fertig werden. Die Menschen verlieren immer mehr ihr Vertrauen in die Institutionen, das ist für unsere Demokratie ein ganz gefährlicher Prozess. Darum tritt die Volkshilfe dafür ein, die Sozialpolitik auf europäischer Ebene endlich in die politische "Champions League" aufzunehmen, wo sie aufgrund ihrer Bedeutung schon lange hingehört."

Spendenkonto Volkshilfe-Aktion " Armut tut weh.": PSK 90.175.000

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