Schwarz: Unterstützung Arbeitsloser ist zentrale Aufgabe der Kirche

Vielfältige kirchliche Aktivitäten zum "Tag der Arbeitslosen" in Österreichs Diözesen

Linz, 29.04.2009 (KAP) Die Unterstützung arbeitsloser Menschen ist eine der zentralen Aufgaben der Kirche. Das hat der Linzer Bischof Ludwig Schwarz am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Linz im Vorfeld des "Tages der Arbeitslosen" am 30. April betont. "Wir vergessen keinen einzigen arbeitslosen Menschen - eure Sorgen sind auch unsere Sorgen!", unterstrich Schwarz, der in der Österreichischen Bischofskonferenz für soziale Fragen zuständig ist.

Die Kirche leiste über die Caritas, in der Diözese Linz auch über die Bischöfliche Arbeitslosenstiftung wertvolle Hilfe. In Zeiten der Krise sei aber vor allem auch die Wirtschaftspolitik gefordert, ausreichende Einkommen und gute Arbeitsbedingungen zu ermöglichen, so der Bischof. Mehr denn je müsse die Politik auf die gerechte Verteilung der gemeinsam erwirtschafteten Werte achten. Schwarz: "Es kann nicht sein, dass einige sich ohne Skrupel bereichern und andere in Armut ihr Dasein fristen."

Gemeinsam mit dem stellvertretenden Arbeiterkammer-Direktor Franz Molterer sprach sich der Bischof für die rasche Umsetzung der von politischer Seite versprochenen Ausbildungsgarantie für Jugendliche und eine Stärkung der sozialen Sicherung von Arbeitslosen aus. Als Zeichen der Solidarität pflanzten Schwarz und Molterer nach der Pressekonferenz im Park neben dem Neuen Dom einen Baum.

Wertschätzung und Solidarität

Mit vielfältigen Aktionen wird von kirchlicher Seite in ganz Österreich anlässlich des "Tages der Arbeitslosen" Wertschätzung und Solidarität für Arbeit suchende Menschen eingefordert. So verteilen beispielsweise in der Steiermark Mitarbeiter des Arbeitslosenfonds der Diözese Graz-Seckau Rosen an Arbeitssuchende und AMS-Mitarbeiter. Die Aktion will auch jenen Aufmerksamkeit schenken, die sich für Arbeitslose einsetzen. Der Arbeitslosenfonds der Diözese hilft besonders schwer Vermittelbaren wie Langzeitarbeitslosen, Älteren und Jugendlichen durch Information und Beratung. Zudem will der Fonds über Ursachen und Auswirkungen von Arbeitslosigkeit informieren und damit Verständnis für Arbeitssuchende stärken und Vorurteile abbauen.

Auch in Salzburg macht der diözesane Arbeitslosenfonds mit einem "Fest der Solidarität" auf die explodierende Arbeitslosigkeit in ganz Österreich aufmerksam. Ohne solidarisches Miteinander von arbeitenden und arbeitslosen Menschen habe keine Gesellschaft auf Dauer Bestand, so Franz Borstner vom Arbeitslosenfonds. Damit einher geht die Forderung nach einer Erhöhung des Arbeitslosengeldes oder einer erwerbsunabhängigen Mindestsicherung.

Auf die Tatsache, dass besonders junge Menschen von der schlechten Situation auf dem Arbeitsmarkt betroffen sind, weist die Katholische Jugend Oberösterreich mit Keksen mit der Aufschrift "Arbeitsplätzchen" hin, die am 30. April in der Linzer Innenstadt verteilt werden.

In St. Pölten nimmt Bischof Klaus Küng am Tag der Arbeitslosen an einer Podiumsdiskussion der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) im Bildungshaus St. Hippolyt teil. Die Veranstaltung zum Thema "Ist der Mensch für die Arbeit da oder die Arbeit für den Menschen?" beginnt um 16 Uhr mit einem Referat des Direktors der Katholischen Sozialakademie Österreichs, Markus Schlagnitweit.

Diskutiert wird am 30. April auch in Klagenfurt: Bischof Alois Schwarz eröffnet eine Podiumsdiskussion über den Reformbedarf in Wirtschaft und Politik, an der u.a. auch der Präsident der Caritas Österreich, Franz Küberl, teilnimmt.

(forts. mgl.)
nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0005