Seeber zur Schweinegrippe: Panikmache ist jetzt falsch

H1N1-Virus ist nicht so aggressiv wie angenommen

Brüssel, 29. April 2009 (OTS-PD) "Seit gestern wissen wir, dass das Schweinegrippe-Virus bereits Österreich erreicht hat. Das ist sehr tragisch, aber das war vorherzusehen und ist kein Grund zur Panikmache", gibt der ÖVP-Gesundheitssprecher im Europäischen Parlament, Dr. Richard Seeber, Entwarnung und wünscht sich zugleich eine bessere öffentliche Aufklärung für die Bevölkerung. "Experten haben nachgewiesen, dass das sogenannte H1N1-Virus bei weitem nicht so aggressiv ist, wie zuerst angenommen. Trotzdem finde ich es wichtig, dass bereits morgen Donnerstag ein Krisentreffen aller EU-Gesundheitsminister stattfindet. Wir müssen alle Informationen über den jüngsten Ausbruch der Schweinegrippe europaweit sammeln und rasche EU-weite Schutzmaßnahmen beraten", so Seeber weiter. ****

"Während die Weltgesundheitsorganisation WHO die Pandemie-Warnung erhöht, hat der österreichische Gesundheitsminister zu Recht davon gesprochen, dass wir von einer Pandemie weit entfernt sind", so Seeber weiter. Dennoch gelte es sämtliche Maßnahmen zu treffen, um das Risiko der Ansteckung zu minimieren. "Wir haben ein besseres Überwachungssystem und bessere Warnmechanismen als noch vor Jahren. Wir dürfen die Lage zwar nicht unterschätzen, aber es gibt auch keinen Anlass zu Panik", bekräftigt Seeber. "Wir brauchen eine neue Strategie im Kampf gegen die Schweinegrippe. Das geht nur auf europäischer und internationaler Ebene und das geht nur gemeinsam mit der Pharmaindustrie."

Kritisch steht Seeber auch der Namensgebung "Schweingerippe" gegenüber und hofft, dass auch dieses Thema beim morgigen Sondergipfel noch einmal zur Sprache kommt. "Ein Großteil der Bevölkerung glaubt, dass die Krankheit vom Schweinefleisch ausgeht. Richtig ist aber, dass es sich bei der Schweinegrippe weder um eine Lebensmittelinfektion noch um ein Virus handelt, das mit dem
Verzehr von Schweinefleisch zu tun hat. Eine Umbenennung wäre daher nicht nur zur Eindämmung der Angstmache vor Schweinefleisch, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen für die heimischen Schweinezüchter sinnvoll", so Seeber abschließend.

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