Katzian: EU-Hedgefonds-Regelungen greifen zu kurz

Regelungen, welche Fonds selbst nicht antasten, sind wertlos

Wien (GPA-djp) - "Der heute von EU-Kommissar McCreevy präsentierte Richtlinienentwurf zur Regulierung von Hedgefonds und Private-Equity-Fonds greift viel zu kurz. Zwar werden Fondsmanager in Zukunft ihre Geschäfte anmelden müssen, die Fonds selber werden aber weder stärker kontrolliert noch in irgendeiner Form reguliert. Eine derartige Scheinregulierung ist nur ein Feigenblatt und im Grunde wertlos", so stellt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) und Europasprecher des ÖGB Wolfgang Katzian fest. ++++

"Vielmehr brauchen wir auf europäischer Ebene strenge gesetzliche Regelungen für Private-Equity-Fonds und Hedgefonds. Die Verwendung von fremdem Geld für spekulative Wetten muss über strengere Auflagen bei den Eigenkapitalquoten begegnet werden. Leerverkäufe, also das Spekulieren mit geliehenen Aktien, sollte generell verboten, die Mitspracherechte an die Dauer der Beteiligung geknüpft werden", sagt Katzian

"Wenn es nicht gelingt, die weißen Flecken in der Aufsicht zu beseitigen, kann niemand garantieren, dass sich eine ähnliche Krise nicht wiederholt. Hat es zunächst geheißen, es müsse alles getan werden, damit sich solche Krisen nicht wiederholen, gewinnt man nun immer mehr den Eindruck, es werden substanzlose pro forma Regulierungen beschlossen und das Spiel geht genau so weiter wie vor der Krise", so Katzian abschließend

ÖGB, 29. April 2009 Nr. 249

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