Moser: Für ÖBB-Fiasko-Bilanz müssen Manager und Regierung geradestehen, nicht die Fahrgäste

Fahrpreiserhöhung für PendlerInnen völlig falsche Antwort auf Milliarden-Missmanagement

Wien (OTS) - "Das Schwarz-blaue Missmanagement und die in einigen Punkten völlig verkehrte ÖBB-Strukturreform von Kukacka, Gorbach und Grasser tragen die Hauptschuld an der aktuellen Fiasko-Bilanz der ÖBB", erklärt die Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser und weiter: "Zugleich haben Berater aller Farben stets fürstlich verdient, ebenso die ÖBB-Manager - besonders beim Abgang nach Fehlleistungen. Jetzt soll trotz 1 Mrd. Euro ÖBB-Miese im Jahr 2008 das Geld schon wieder bei den Fahrgästen und beim Steuerzahler statt bei den Verantwortlichen geholt werden. Dass speziell Werner Faymann hier stets mitspielte und Millionenzahlungen für Manager wie Huber deckte, statt sich für die Menschen und den verantwortlichen Umgang mit zum Gutteil öffentlichen Geldern einzusetzen, ist politisch besonders unerträglich."

"Es geht aber nicht um bedauerliche Einmaleffekte, die quasi zufällig über die ÖBB-Bilanz hereingebrochen wären, wie uns heute Manager wie Politik weismachen wollen. Vielmehr ist in der Bahnpolitik der Regierung generell der Wurm drin: Die Anliegen der Fahrgäste und der Steuerzahler sind Werner Faymann und Doris Bures offensichtlich völlig egal - Bahnpolitik besteht für SPÖ und ÖVP aus Bauwut und Postenschacher ohne Ende. Statt die überfällige und von den Grünen schon vor Jahren beantragte 'Reform der ÖBB-Reform’ schleunigst umzusetzen, steht Verkehrsministerin Bures wie ihr Vorgänger Faymann für Managermillionen, während zugleich den Fahrgästen mitten in der Krise eine kräftige Tariferhöhung aufgebrummt wird. Das ist eine völlig verkehrte und nicht zuletzt auch frauenfeindliche Politik, denn Frauen sind in besonderem Maß auf leistbare Öffis angewiesen", erläutert Moser.

Jetzt die Fahrpreise zu erhöhen, wird die PendlerInnen von der Schiene auf die Straße vertreiben und die ÖBB-Einnahmen unter dem Strich reduzieren - eine seltsame Antwort auf eine ÖBB-Katastrophenbilanz. "Gerade angesichts der vorliegenden Negativ-Zahlen ist auch der Bau von mangels Verlagerungsgarantie sinnlosen Tunnelröhren, wie dem Brennerbasistunnel, völlig unverantwortlich. Der Schuldenberg der ÖBB soll mit dem neuen Budget auf fast 18 Mrd. Euro anschwellen. Hier werden die ÖBB mit politischen Projekten in den Bankrott getrieben bzw. werden die SteuerzahlerInnen mit Milliarden an Zinszahlungen belastet. Die Regierung muss sich endlich besinnen und Mobilität für alle sichern statt ein paar Günstlingen das Golfspielen zu vergolden", so Moser

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