BIG zieht Bilanz: 400 Mio. Euro Investitionen im Jahr 2008 Bonitätsstufe durch Moodys bestätigt

Wien (OTS) - Bei einer Bilanzsumme von rund 4,6 Mrd. Euro stiegen die Umsatzerlöse des konsolidierten Konzerns (BIG inkl. Tochtergesellschaften) leicht von 735,1 Mio. Euro im Jahr 2007 auf 757,8 Mio. Euro im Jahr 2008. Mehr als 85 Prozent des Umsatzes (627,7 Mio. Euro, Vorjahr: 620,9 Mio. Euro) resultiert aus Mieteinnahmen. Hauptkunde der vermieteten Flächen ist der Bund oder bundesnahe Institutionen.

Das Betriebsergebnis beträgt 219,2 Mio. Euro (nach 266,7 Mio. Euro im Jahr 2007). Damit wurde 2008 ein Jahresgewinn von rund 42,5 Mio. Euro (nach 79,5 Mio. Euro im Jahr 2007) erwirtschaftet, der analog zum Vorjahr zur Gänze im Unternehmen belassen wird.

Der Gewinn-Rückgang entstand hauptsächlich durch gestiegene Aufwendungen für Instandhaltungsmaßnahmen - zur Wertsicherung der Objekte - in Höhe von 182,9 Mio. Euro (nach 125 Mio. Euro im Jahr 2007). Weitere Gründe für die Belastung des Jahresgewinnes waren Abwertungen einzelner Immobilien in Höhe von 32,2 Mio. Euro (nach 39,1 Mio. Euro im Jahr 2007) und die Stichtagsbewertung der Finanzinstrumente (vorwiegend Anleihen). Diese Finanzinstrumente sind durchgängig durch Sicherungsgeschäfte, betreffend Währungs- und Kursrisiken, bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit "gehedged".

Insgesamt wurden 2008 Liegenschaften um rund 14 Millionen Euro verkauft. Daher flossen aus dem Titel der Nachbesserungsverpflichtung 7,9 Mio. Euro an das Bundesministerium für Finanzen. Die Verbindlichkeiten betrugen zum Stichtag 31.12.2008 rund 3,78 Mrd. Euro (3,61 Mrd. Euro im Jahr 2007).

Im Beobachtungszeitraum flossen rund 229,1 Mio. Euro (2007: 187,2 Mio.) in Neubauten und Generalsanierungen. 48 Bauvorhaben wurden im laufenden Geschäftsjahr 2008 fertig gestellt. Unter anderen wurden das Haus für Musik und Musiktheater in Graz oder das Akademische Gymnasium in Innsbruck an die Nutzer übergeben. Begonnen wurden viele Projekte aus dem universitären Bereich wie die Universitätsklinik für Zahn- Mund- und Kieferheilkunde in Wien, die Universität Nonntal in Salzburg oder der Neubau Chemie/Pharmazie der Leopold Franzens Universität Innsbruck.

Im März 2009 hat die international renommierte Ratingagentur Moodys die höchste Bonitätsstufe (Aaa) wieder bestätigt.

Die seitens des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur beabsichtigten Mietstundungen, jeweils rund 120 Mio. Euro in den Jahren 2009 und 2010, würden bilanziell als eine sich aufbauende Forderung verbucht. Zusätzlich erhöhte sich die Forderung der BIG gegenüber dem BMUKK um den in den entsprechenden Jahren bis zur endgültigen Tilgung verursachten Zinsaufwand, da die BIG die fehlende Liquidität über Darlehen finanzieren müsste. Dadurch würde die Eigenkapitaldecke temporär belastet. Unabhängig davon ist das Unternehmen betriebswirtschaftlich stark genug, um allfällige Großaufträge der Ressorts aus dem Titel des Konjunkturpaketes abwickeln zu können.

System BIG

Die BIG managt derzeit das, mit rund 2800 Objekten, einer Gebäudefläche von rund 7,0 Mio. qm und einer Grundstücksfläche von 25 Mio. qm, größte Portfolio Österreichs und gilt aufgrund ihrer Flächenreserven gleichzeitig als der Immobilenentwickler des Bundes. In den Kernsegmenten - Schulen (ca. 2,9 Mio. qm), Universitäten (ca. 1,6 Mio. qm), Büro und Gewerbeimmobilien (2,1 Mio. qm) - ist die BIG darauf ausgelegt, marktwirtschaftlich zu agieren, Kosten und Abläufe zu optimieren und vor allem bei Nutzern das Bewusstsein schaffen, dass Raum Geld kostet.

Die BIG als Eigentümer der Liegenschaften finanziert Bauvorhaben im Wesentlichen über den Kapitalmarkt durch Begebung von Anleihen und refinanziert sich durch die laufenden Mieterträge. Aufgrund dessen ist ein unterschriebener Mietvertrag zwischen der BIG und dem jeweiligen Mieter die Basis jedes Bauvorhabens. Ohne Mietvertrag darf die BIG also nicht zu bauen beginnen.

Insgesamt hat die BIG derzeit rund 100 Großprojekte, also Neubauten oder Generalsanierungen, in der Pipeline. Diese Projekte werden nur realisiert, wenn der Auftraggeber sie bestellt.

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Mag. Ernst Eichinger, MBA
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