Walser zu Fekter: Studie soll Firmengeschichte klären

Mauthausen: NS-Zwangsarbeiter auf Betriebsgelände von Fekters Familie

Wien (OTS) - Der Grüne Bildungssprecher und Historiker Harald Walser begrüßt den offensiven Umgang der Innenministerin mit der eigenen Familiengeschichte: "Spät, aber doch setzt Maria Fekter Taten, die in Österreich leider immer noch nicht selbstverständlich sind, es aber sein müssten." Zu den historischen Fakten und Details im gegenständlichen Fall kann und will Walser zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen, da dazu bisher zuwenig bekannt sei.

"Ich gehe aber davon aus, dass Innenministerin Fekter nun eine historische Studie über ihr Firmenerbe in Auftrag gibt." Wir hoffen auch, dass der entsprechende Link bzgl. den Außenlagern des KZ-Mauthausens auf der BMI-homepage bald mit entsprechenden Informationen gefüllt wird, derzeit ist dieser noch in Bearbeitung:
http://www.mauthausen-memorial.at/db/admin/de/show_aussenlager.php?ca
ussenlager=81

Walser verweist auf eine problematische Optik. Er hielte es für "nicht sinnvoll, dass die notwendige Aufarbeitung der Geschichte dieses NS-Zwangsarbeiterlagers durch einen Historiker erfolgt, der in einem Auftragsverhältnis zur Ministerin steht." Bertrand Perz ist bekanntlich Mitglied der vom Bundesministerium für Inneres eingesetzten Arbeitsgruppe zur Neugestaltung der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Der Grüne Bildungssprecher fordert die Erforschung dieses Kapitels der Firmengeschichte durch unabhängige HistorikerInnen.

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